Federer ist wieder Nummer 2
Ist wieder die Nummer 2 im Tennis: Roger Federer im Final von Madrid. (Keystone)
Für Roger Federer ist es der dritte Triumph in Spaniens Hauptstadt nach 2006 und 2009. Dass es dazu kommen würde, konnte nach dem ersten Satz allerdings nicht erwartet werden. Denn ein schwaches Aufschlagspiel gleich zu Matchbeginn kostete den 30-Jährigen den ersten Durchgang. Der Baselbieter rannte dem Breakrückstand vergebens hinterher: Berdych schlug derart souverän auf, dass sich Federer keinen einzigen Breakball erspielen konnte.
Die Wende im zweiten Satz
Im zweiten Satz wendete sich das Blatt aber. Berdych schlug nicht mehr derart unantastbar auf, Federer konnte sein gutes Niveau halten. Der Baselbieter schaffte wie zuvor sein Gegner gleich zu Beginn das Break und führte zwischenzeitlich mit 4:1. Doch der Weltranglisten-Siebte gab sich nicht geschlagen und realisierte das späte Re-Break zum 3:5 aus seiner Sicht.
Federer war bis zu diesem Zeitpunkt im zweiten Satz der bessere Spieler gewesen, war dies doch der erste Breakball des Tschechen. Doch der Schweizer erspielte sich umgehend zwei Chancen zur erneuten Breakführung – und somit zwei Möglichkeiten zum Satzgewinn. Und anders als beim Stand von 5:3 nutzte Federer den zweiten Satzball zum 7:5.
Federer als Entfesselungskünstler
Im dritten Satz zeigte sich Federer als Entfesselungskünstler sondergleichen. Vier Mal wand er sich aus einem 0:30-Rückstand heraus und ging beim Stand von 4:3 nach einem Doppelfehler Berdychs scheinbar vorentscheidend mit 5:3 in Front. Doch der Tscheche steckte nicht auf und stellte mit dem Re-Break auf 5:5. Beim nächsten Aufschlagspiel von Berdych erspielte sich Federer drei Matchbälle - und verwertete den dritten nach 2:32 Stunden Spielzeit zum erlösenden Sieg. (sas/ank, sf)
