Spanien nach Penaltykrimi im EURO-Final
Spanien jubelt nach dem Finaleinzug. (Reuters)
Nach torlosen 120 Minuten fiel die Entscheidung über den Final-Einzug zwischen Portugal und Spanien im Elfmeterschiessen. Zunächst fielen auch da keine Tore, denn Portugal-Keeper Rui Patricio parierte zu Beginn den Versuch von Xabi Alonso, ehe Spanien-Schlussmann Iker Casillas gleichzog und den Schuss von João Moutinho hielt.
3. Finaleinzug in Serie
Nachdem die nächsten 5 Schützen alle trafen, wurde Bruno Alves zur tragischen Figur. Der Portugiese setzte den Ball an die Latte. Cesc Fabregas verwertete auf der anderen Seite seinen Penalty via Innenpfosten und machte den Final-Einzug perfekt. Für die «Furia Roja» ist es die 3. Endspiel-Teilnahme in Folge an einer EM- oder WM-Endrunde und die Iberer peilen am Sonntag den historischen «Titel-Hattrick» an.
Viel Arbeit für Spanien
Portugal hatte den Titelverteidiger während der gesamten Spielzeit gefordert. Es ergab sich ein über weite Strecken ausgeglichenes Duell, in dem Chancen aber Mangelware blieben. Das «Tiki-Taka»-Spiel der Spanier funktionierte trotz mehr Ballbesitz nicht gewohnt flüssig und sie zeigten sich ungewohnt unpräzis. Die Portugiesen ihrerseits verteidigten gut, auf beiden Seiten fehlte nach vorne aber die Durchschlagskraft.
Gross-Chance von Iniesta
Portugal hatte während der regulären Spielzeit gar die leicht besseren Chancen. Den Matchball vergab Star-Stürmer Cristiano Ronaldo, der einen Konter in der 90. Minute nach einem ungenauen Pass nicht wunschgemäss abschliessen konnte. In der Nachspielzeit war dann aber Spanien deutlich aktiver. Die grösste Möglichkeit vergab in der 105. Minute Andres Iniesta, doch Portugal-Keeper Patricio konnte den Schuss aus kurzer Distanz parieren.
Der Final-Gegner von Spanien wird am Donnerstag in Warschau zwischen Deutschland und Italien ermittelt. (saua, sf)
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