Cancellara verpasst Medaille - Wiggins holt Gold
Fabian Cancellara kämpft. Bei den Medaillen kann der verletzte Favorit aber nicht mitreden. (Reuters)
Der mit lädierter Schulter ins Rennen gestartete Fabian Cancellara konnte nur auf den ersten 10 Kilometern mit den Schnellsten mithalten. Bei der 2. Zwischenzeit (18,4 km) lag er erstmals ausserhalb der Medaillenränge und verlor in der Folge kontinuierlich Zeit. Am Ende reichte es mit einem Rückstand von 2:14 Minuten nur zu Rang 7. Michael Albasini klassierte sich als 2. Schweizer im Teilnehmerfeld auf dem 30. Platz.
«Ich bin dennoch zufrieden», analysierte der Berner im Ziel. Er habe alles gegeben, dies zähle, vor allem bei Olympischen Spielen. «Ich bin unglaublich stolz auf meine Leistung.» Am Samstag im Strassenrennen sei eine Medaille auf dem Tablett bereit gelegen, das Zeitfahren hingegen erachtete er wie eine «Lebensschule».
Eine Klasse für sich
Tour-de-France-Champion Wiggins zeigte auf der 44 Kilometer langen Strecke mit Start und Ziel am Hampton Court Palace eine bärenstarke Vorstellung. Den Grundstein zum Erfolg legte er bei Streckenhälfte, nachdem er bei Kilometer 7,3 noch knapp 5 Sekunden hinter Tony Martin (De) gelegen war.
Wiggins Vorsprung wuchs in der Folge von 11 auf 22 Sekunden, im Ziel waren es deren 42 auf Silber-Gewinner Martin, der mit gebrochener Hand gestartet war. Der Tour-Zweite Chris Froome (Gb) büsste als Bronze-Gewinner bereits über eine Minute auf die Bestzeit ein.
Wiggins sicherte sich somit die insgesamt 7. olympische Medaille, nachdem er zuvor 6 Mal auf der Bahn erfolgreich gewesen war. Der 32-jährige Brite ist damit zum erfolgreichsten britischen Olympioniken aller Zeiten aufgestiegen. (ac/jäg)
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