ZSC Lions holen den Titel in letzter Sekunde
Grosse Freude bei den Lions: ZSC Spieler Patrik Bärtschi stemmt den Meisterpokal. (Keystone)
Zürichs Sieg in der «Finalissima» war glücklich. Bern übernahm das Spieldiktat früh und erarbeitete sich in den ersten 10 Minuten ein klares Chancenplus. Ryan Gardner vergab die beste Berner Möglichkeit. Im Anschluss ereignete sich in den ersten 20 Minuten wenig Aufregendes - bis Andreas Hänni ein folgenschwerer Fehler unterlief.
Hännis folgenschwerer Fehler
Der Berner Verteidiger vertändelte kurz vor der Pause in der eigenen Zone den Puck. Thibaut Monnet konnte erben und lancierte Mark Bastl mit einem scharfen Querpass derart ideal, dass Bastl ins leere Tor einschieben konnte. Die Lions gingen mit ihrer ersten Chance des Spiels in Führung.
Lange konnten sich die Zürcher über ihre Effizienz nicht freuen. 109 Sekunden nach Beginn des zweiten Abschnitts traf Ivo Rüthemann zum 1:1. Die ZSC-Verteidigung hinterliess in dieser Szene einen desorientierten Eindruck, liess sie Berns Stürmer doch gleich viermal (!) zum Abschluss kommen.
Steigerung im Schlussabschnitt
Bern drückte nach dem Ausgleich weiter aufs Tor von ZSC-Keeper Lukas Flüeler. Die Zürcher mussten sich phasenweise in ihrer eigenen Zone einschnüren lassen und kamen kaum zu Entlastung. Erst in der Schlussphase der regulären Spielzeit kam der ZSC besser ins Spiel und dominierte die letzten 10 Minuten gar klar.
Plötzlich kamen die Zürcher zu Torchancen im Minutentakt. Und als sich beide Teams bereits mit der Verlängerung arrangiert hatten, netzte ZSC-Verteidiger Steve McCarthy 2 Sekunden vor Schluss der Partie ein und machte seine ZSC Lions zum Schweizer Meister.
Krönung mehrerer Steigerungsläufe
Mit dem Titel krönen die Zürcher ihren beeindruckenden Steigerungslauf zum Schluss der Saison. Die Qualifikation schloss der neue Meister nur auf Rang 7 ab. Mit zwei klaren 4:0-Siegen in den Playoff-Serien gegen Davos und Zug lief der ZSC zu Hochform auf.
Auch in der Finalserie brauchte es nach dem 1:3-Rückstand ein Zürcher Comeback. Die allerletzte Rückkehr gelang den Zürchern schliesslich im 7. Finalspiel, als sie nach schwacher Leistung zurück ins Spiel fanden - und dank McCarthy schliesslich gewannen. (pet, sf)
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