Herbe Schlappe gegen Frankreich
Damien Brunner (links) beim sehenswerten 2:2 gegen Frankreich. Danach aber lief es schlecht für die Schweizer. (Keystone)
Nach starken Auftritten in den bisherigen vier Gruppenspielen enttäuschte die Schweiz gegen Frankreich über weite Strecken. Dem Team von Sean Simpson gelang es nicht, das Spieldiktat an sich zu reissen. Stattdessen lagen die Schweizer gegen die «équipe tricolore» nach 33 Minuten überraschend mit 0:2 zurück. Yohann Auvitu (18.) im Powerplay und Teddy Da Costa (33.) hatten für den Aussenseiter zur 2:0-Führung getroffen.
Doppelschlag innert 110 Sekunden
Doch das 0:2 setzte bei der Schweiz neue Energien frei. Damien Brunner brachte das Simpson-Team mit zwei Treffern innert 110 Sekunden (33.14 und 35.04) wieder zurück ins Spiel. Besonders sehenswert war der 2:2-Ausgleich, dem ein Doppelpass mit Kevin Romy vorangegangen war.
In der Folge setzte die Schweiz zu einem offensiven Feuerwerk an. In der 46. Minute hatte Thibaut Monnet den erstmaligen Führungstreffer auf dem Stock, doch sein Schuss knallte lediglich an die Latte.
Fünfminuten-Strafe als Genickbruch
Doch kurz nach dem Lattenschuss kam es zur spielentscheidenden Szene. Goran Bezina checkte einen Franzosen unglücklich. Das (über-)harte Verdikt: 5-Minuten - plus Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen den Genfer Verteidiger.
Dieses Powerplay wussten die Franzosen wie bereits beim 1:0 auszunutzen. Nach 46.21 brachte Laurent Meunier Frankreich erstmals wieder in Führung. Und nur 44 Sekunden später erzielte NHL-Söldner Stéphane Da Costa das 4:2. Keeper Tobias Stephan machte dabei ebenso wie die Schweizer Defensive keine glückliche Figur.
Viertelfinals in weite Ferne gerückt
Damit müsste die Schweiz die verbleibenden Gruppenspiele gegen die Slowakei am Sonntag und gegen die USA am Dienstag beide gewinnen, um die Viertelfinal-Qualifikation noch aus eigener Kraft zu schaffen. (sas)
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