Hohe Schäden drücken den Gewinn der Zurich
Zurich Financial Services (ZFS) hat im vergangenen Geschäftsjahr beim Gewinn eingebüsst: Unter dem Strich blieben 3,4 Milliarden Dollar, wie der Konzern mitteilte. Das sind 13 Prozent weniger als im Vorjahr.
Beim Umsatz büsste die Gruppe 3 Prozent ein. Er belief sich noch auf 67,7 Milliarden Dollar. In Lokalwährungen blieb das Ergebnis konstant.
Höhere Schäden, weniger Gewinn
Während sich das Geschäft mit Lebensversicherungen (Global Life) konstant entwickelte, brach der operative Gewinn im grössten Gruppensegement Schadensversicherung (General Insurance) um fast ein Viertel ein: Der operative Gewinn dieses Segments belief sich noch auf 2,7 Milliarden Franken.
Die Prämieneinnahmen lagen im Schadensgeschäft um 3 Prozent tiefer bei rund 33 Milliarden Dollar. Das Verhältnis von Prämieneinnahmen zu Schadenszahlungen und Kosten verschlechterte sich leicht: 2010 mussten 97,9 Prozent der Prämieneinnahmen für Schäden aufgewendet werden, 2009 waren es noch 96,8 Prozent gewesen.
Überschwemmungen in Australien
Das Schadenversicherungsgeschäft wurde letztes Jahr durch eine erhöhte Anzahl an Unwetterschäden belastet. So beläuft sich gemäss eigenen Angaben die Schadenssumme der Zurich allein in Folge der Überschwemmungen in Australien fürs Jahr 2010 auf 100 Millionen Dollar.
Noch nicht mitgerechnet sind dabei allerdings die Schäden der Überschwemmungen im Januar des laufenden Jahres in den Regionen Brisbane und Victoria. Deren Beurteilung sei noch nicht abgeschlossen, der angefallene Schaden liege aber wahrscheinlich über jenem der Überschwemmungen von Dezember, teilte die ZFS mit.
Im Lebensversicherungsgeschäft legten die Einnahmen 2010 hingegen um 6 Prozent auf rund 27,6 Milliarden Dollar zu.
Dividende soll erhöht werden
Das Resultat spiegle die konsequente Ausrichtung der Gruppe auf Rentabilität und operative Leistung, kommentiert ZFS ihr Ergebnis in der Mitteilung. Auch die Anlegergemeinde dürfte sich zufrieden zeigen: Die Erwartungen des Marktes wurden leicht übertroffen. Der Verwaltungsrat schlägt den Aktionären eine um 6 Prozent höhere Dividende von 17 Franken pro Aktie vor.(pet, sda)
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