Oracle bietet für Sun Microsystems
Im Kampf um den US-Computerkonzern Sun Microsystems hat es eine überraschende Wendung gegeben: Das Unternehmen kommt in die Hände von Oracle. Der US-Softwarehersteller Oracle will den Konzern für insgesamt 7,4 Milliarden Dollar inklusive Schulden übernehmen. Oracle will den Betrag in bar bezahlen, wie das Unternehmen bekannt gab.
Zuvor waren Übernahmegespräche zwischen IBM und Sun Microsystems ergebnislos abgebrochen worden. Oracle, der schärfste Konkurrent des deutschen Branchenprimus SAP, bietet nun mit 9,50 Dollar zehn Cent mehr pro Aktie als dies IBM getan hatte.
Oracle stärkt sich im Kampf mit IBM
Branchenexperten zufolge will sich Oracle mit der Übernahme vor allem im Konkurrenzkampf mit IBM stärken. Sun baut Hochleistungs-Server, die bei vielen Telekom-Firmen und Banken zum Einsatz kommen. Sun - Erfinder der Java-Software - hat sich jedoch nie ganz vom Platzen der Internet-Blase erholt und machte in fünf der vergangenen acht Jahre Verluste.
Die Sun-Aktie kostete zur Hoch-Zeit der Internet-Euphorie bis zu 260 Dollar - vor Beginn der Fusionsspekulationen war das Papier für weniger als fünf Dollar zu haben.
Sun baut derzeit jede 5. Stelle ab
Wegen der Probleme streicht Sun derzeit jeden fünften seiner weltweit gut 30 000 Arbeitsplätze und gilt bereits seit längerem als Übernahmekandidat. Der Konzern macht etwa 40 Prozent seines Umsatzes mit dem Verkauf von Computern, 15 Prozent mit der Datenspeicherung und 40 Prozent mit IT-Dienstleistungen. (pet, sda/reuters)
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