• Programm
  • Nachrichten
  • Über uns
  • SRF Shop
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Spiele
  • Themen
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Dossiers zu «Wirtschaft»
    • Die Schuldenkrise in Europa
    • Steuerstreit und Bankgeheimnis
    • UBS: Vom Musterschüler zum Problemfall
    • Managerlöhne: Streit um Abzockerei
    • Die Schweizerische Post in Bewegung
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop

Sie befinden sich auf einer archivierten Webseite von Schweizer Radio DRS.
Den aktuellen Webauftritt von Schweizer Radio und Fernsehen finden Sie auf www.srf.ch

  • Wirtschaft:

Freitag, 27.4.2012

Mehr ausländische Arbeiter, weniger Kontrollen

Mit der Einführung der Personenfreizügigkeit haben die Schweizer Behörden in den vergangenen Jahren immer häufiger Fälle von Lohndumping registriert. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der vermuteten Verstösse zwar leicht zurück. Es wurde aber auch weniger kontrolliert. Gewerbe und Gewerkschaften sehen das kritisch.

Arbeiter auf einer Baustelle: Mehr aus dem Ausland Entsandte, weniger Kontrollen. (Keystone)

Von Bundeshausredaktor Pascal Krauthammer

Platten legen, gipsen, Wände streichen - auf Schweizer Baustellen gibt es genug zu tun. Auch für Arbeiter aus dem EU-Ausland. Immer mehr von ihnen kämen dank der Personenfreizügigkeit in die Schweiz, bestätigt Serge Gaillard vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Im vergangenen Jahr habe die Einwanderung fast unter allen Titeln zugenommen. «Das ist ein Ausdruck der guten Wirtschaftslage», so Gaillard.

Leichter Anstieg der Entsandten
So schickten ausländische Firmen im Vergleich zu 2010 zehn Prozent mehr Arbeiter in die Schweiz. 180'000 Entsandte waren es 2011, die zusammen mit den Selbständigerwerbenden Maler-, Maurer- oder Gipserarbeiten anboten.

Den Seco-Bericht haben auch die Gewerkschaften eingehend studiert. Die Arbeitnehmervertreter staunten dabei aber über die Zahlen der Kontrollen auf den Baustellen, die offensichtlich zurückgegangen sind. Das sei inakzeptabel, sagt Martin Flügel, Präsident der Gewerkschaft Travail Suisse. «Für uns stimmt das Verhältnis zwischen den Leuten, die arbeiten, und den Kontrollen nicht», sagt Flügel. «Es kommen mehr Leute und die Kontrollen nehmen ab - das geht nicht zusammen.»

Dass die Kontrollen zahlenmässig abgenommen haben, ist keine Behauptung der Gewerkschaften. Auch das Seco bestätigt dies. Das Staatssekretariat für Wirtschaft verweist aber darauf, dass die Mindestanzahl von 27'000 Kontrollen deutlich übertroffen wurde. «Wir haben ein hohes Niveau an Kontrollen», sagt Seco-Chef Gaillard. «Wir kontrollieren 45 Prozent der in die Schweiz eingereisten entsandten Personen.» Zudem werde etwa jeder 40. Arbeitsplatz bei schweizerischen Unternehmungen kontrolliert.

Andere Zahlen des Gewerbeverbandes
Kritik kommt jedoch nicht nur von Seiten der Gewerkschaften, die mehr Kontrollen, verbindliche Mindestlöhne für mehr Branchen und mehr Gesamtarbeitsverträge fordern. Auch der Gewerbeverband sgv ist mit der Kontrolltätigkeit nicht zufrieden. So kann Vizedirektor Marco Taddei nicht glauben, dass nur bei zehn Prozent der überprüften Personen eine mögliche Scheinselbständigkeit festgestellt worden sei. Dies entspräche fast einer Halbierung der Verstösse.

«Es gibt einen grossen Unterschied zwischen unseren Zahlen und jenen des Seco», sagt Taddei. Insbesondere in Grenzkantonen sei das Problem der Scheinselbständigen, die keinen Gesamtarbeitsverträgen unterstehen, massiv. Ihm lägen Zahlen aus dem Kanton Basel-Landschaft vor, sagt Taddei. Diese zeigten eine klare Zunahme der Scheinselbstständigkeit und eine Verstossquote von etwa 75 Prozent.

Der Gewerbeverband fordert deshalb bessere Kontrollen bei den Selbständigen. Er stösst damit bei den Bundesbehörden auf offene Ohren. Auch der Bundesrat hat den Scheinselbständigen den Kampf angesagt. Diese müssen künftig an Ort und Stelle mit Dokumenten nachweisen, dass sie tatsächlich selbständig arbeiten. Können sie diesen Beweis nicht erbringen, müssen sie mit Bussen bis zu 5000 Franken rechnen. (ank;pet)

Beitrag weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Dienstag, 6.12.2011

Lohndumping möglichst rasch einen Riegel schieben

Die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit sollen möglichst schnell verschärft werden. Der Bundesrat soll seine Vorschläge bereits Ende Februar 2012 dem Parlament vorlegen, will der Ständerat.  Mehr


Weiterführender Link zum Beitrag:

  • seco.admin.ch: Der ausführliche Bericht des Seco zum Nachlesen.

Verantwortlich für diesen Beitrag:

news.online


Mehr zum Stichwort:

  • Personenfreizügigkeit

Schnellsuche:
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SRF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft