UBS macht weniger Gewinn als erwartet
Auch am Hauptsitz in Zürich hätte man wohl gerne mehr Gewinn präsentiert. (Reuters)
Die Grossbank UBS hat im ersten Quartal weniger als erwartet verdient. Der Reingewinn betrug 827 Millionen Franken. Analysten hatten mit einem Gewinn zwischen knapp 800 Millionen und 1,4 Milliarden Franken gerechnet.
Die Resultate zeigen aber auch, dass die UBS wesentlich besser abgeschnitten hatte als im Vorquartal: Damals verdiente sie gerade mal 319 Millionen Franken.
Vor Steuern haben alle Teil der UBS den Gewinn gesteigert, wie die Bank weiter bekannt gab. Dazu zählen die Vermögensverwaltung für wohlhabende Kunden weltweit, die Anlageverwaltung für institutionelle Kunden, die Investmentbank sowie das lange Zeit darbende amerikanische Vermögensverwaltungsgeschäft.
Schwankendes Investmentbanking
Die Investmentbank hätte 730 Millionen Franken verdient - deutlich mehr als noch im vierten Quartal. Jedoch drückte ein Bilanzeffekt das Ergebnis. Der Grund: Die Neubewertung der UBS-Obligationen schlug mit 1,1 Milliarden Franken negativ zu Buche.
Dieser Effekt ergibt sich, wenn der Wert der Titel steigt, was der UBS an sich ein gutes Zeugnis ausstellt. Allerdings muss die Bank aufgrund der gängigen Verbuchungspraxis in der Bilanz eine höhere Belastung ausweisen. Generell sind die Ergebnisse der Investmentbank, wo unter anderem der Handel mit Wertpapieren angesiedelt ist, sehr schwankungsanfällig.
Vertrauen der Kunden
Weiter hat die Schweizer Grossbank knapp 11 Milliarden Franken an neuen Kundengeldern akquiriert. UBS-Chef Sergio Ermotti sagte, der Zufluss neuer Gelder sei ein klares Zeichen. «Die Kunden vertrauen uns wieder. Wir gewinnen Marktanteile zurück. Das stimmt uns zufrieden», sagt Ermotti gegenüber Schweizer Radio DRS.
Zurückhaltender Ausblick
Für das zweite Quartal zeigte sich die UBS zurückhaltend. Das Umfeld bleibe von der Schuldenkrise in der Eurozone, dem US- Haushaltsdefizit sowie der Unsicherheit um die Weltwirtschaft dominiert.
Die UBS erwartet in der Vermögensverwaltung aber weitere Nettoneugeldzuflüsse. «Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft», so Ermotti. Zwar bleibe die Marktsituation für Banken in der Schweiz schwierig - jedoch sei die UBS darauf vorbereitet. (fors, sda)
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