• Programm
  • Nachrichten
  • Über uns
  • SRF Shop
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Spiele
  • Themen
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Dossiers zu «Wirtschaft»
    • Die Schuldenkrise in Europa
    • Steuerstreit und Bankgeheimnis
    • UBS: Vom Musterschüler zum Problemfall
    • Managerlöhne: Streit um Abzockerei
    • Die Schweizerische Post in Bewegung
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop

Sie befinden sich auf einer archivierten Webseite von Schweizer Radio DRS.
Den aktuellen Webauftritt von Schweizer Radio und Fernsehen finden Sie auf www.srf.ch

  • Wirtschaft:

Dienstag, 15.5.2012

Massnahmen gegen die Krise kamen teils zu spät

Der Bund zieht zu den in Folge der Finanzkrise beschlossenen Konjunkturpaketen eine durchzogene Bilanz. Fragezeichen setzen die Experten vor allem bei der zeitgerechten Umsetzung der Massnahmen.

2,1 Milliarden setzte der Bund gegen die Krise ein, nur 1,7 Milliarden wurden aber tatsächlich ausgegeben. (Keystone Archiv)

Bilanz der Schweizer Konjunkturprogramme

Die Schweiz habe die Finanzkrise gut gemeistert. Diesen Schluss ziehen die Eidgenössische Finanzkontrolle und das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco - nach einer Evaluation der Massnahmen von Bund, Kantonen und Nationalbank.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Dienstag, 15.5.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Der wirtschaftliche Einbruch, den die durch den Konkurs der US- Investmentbank Lehman Brothers ausgelöste Finanzmarktkrise zur Folge hatte, war hart: Weltweit brach die Konjunktur weg. Der Schweiz bescherte die Finanzmarktkrise vier Quartale Rezession.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) fiel zwischen Sommer 2008 und Sommer 2009 um 1,9 Prozent, so stark wie nie mehr seit der Ölkrise in den 1970er-Jahren. Die Arbeitslosigkeit schnellte von 2,5 auf 4,2 Prozent hoch.

Konjukturpakete nicht ausgenutzt
Der Bund reagierte und beschloss zwischen Dezember 2008 und September 2009 drei Konjunkturpakete in der Gesamthöhe von 2,1 Milliarden Franken. Wie die Auswertung dieser Massnahmen nun zeigt, wurden davon bis Ende 2011 nur 1,7 Milliarden tatsächlich ausgegeben oder verpflichtet.

Im Rezessionsjahr 2009 wurden über diese Pakete lediglich Impulse von knapp 900 Millionen Franken ausgelöst, wie aus dem Evaluationsbericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) hervorgeht. Das entspricht 0,17 Prozent des BIP.

Laut Emmanuel Sangra, dem Leiter der EFK-Evaluation, zeigt dies, dass von den drei damals für die Konjunkturmassnahmen formulierten Anforderungskriterien «zielgerichtet, rechtzeitig und vorübergehend» nicht alle eingehalten wurden.

Falsches Ziel zur falschen Zeit
Weder als zielgerichtet noch als zeitgerecht beurteilt die EFK die im Rahmen des dritten Pakets beschlossenen Finanzhilfen für die Weiterbildung stellenloser Lehrabgänger oder zur Förderung des Einstiegs in den Arbeitsmarkt.

Die dafür vorgesehenen Mittel wurden bei weitem nicht ausgeschöpft, da sich die Konjunktur ab dem Sommer 2009 rasch wieder erholte und die Arbeitslosigkeit nicht wie befürchtet über 5 Prozent stieg. Aus diesem Grund mussten auch die 150 Millionen Franken nicht angetastet werden, die für befristete Anstellungen budgetiert wurden.

Verzögerungen bei Bauprojekten
Dass die Gelder nicht grösstenteils im Rezessionsjahr eingesetzt werden konnten, führt Sangra auf Einsprachen und langwierige Bewilligungsverfahren bei Bauprojekten zurück. Sein Fazit: Der Bund hat nur wenige Investitionsmöglichkeiten, die sich als Konjunkturstützungsmassnahme eignen.

Die Konjunkturpakete des Bundes waren jedoch nicht die einzigen Massnahmen, die gegen die sich abzeichnende Krise getroffen wurden. Auch die Kantone und Gemeinden wurden aktiv und beschlossen Mehrausgaben von 3,4 Milliarden sowie Mindereinnahmen von 1,9 Milliarden Franken.

Gemäss Schätzungen des Staatssekretariats für Wirtscahft (Seco) führten diese Massnahmen unter dem Strich zu einem Wachstumsimpuls von etwa 0,6 Prozent des BIP.

Grosse psychologische Wirkung
Als wirkungslos wollte Seco-Chefökonom Eric Scheidegger die Programme nicht bezeichnet wissen. Er glaube, dass deren psychologische Wirkung sehr wichtig gewesen sei, sagte er und wies gleichzeitig darauf hin, dass die Schweiz aus einer viel besseren wirtschaftlichen Ausgangslage in die Krise geraten sei als die meisten anderen Länder.

Arbeitslosenversicherung wirkt stabilisierend
Stützend wirkten sich auch die sogenannt automatischen Stabilisatoren aus. In erster Linie geht es dabei um die Arbeitslosenversicherung, dank der die Kaufkraft von Menschen erhalten werden konnte, die wegen der Rezession ihren Job verloren. Ebenfalls automatisch gestützt wurde die Wirtschaft durch die Kurzarbeitsentschädigungen.

Eine stützende Wirkung sprechen die Experten des Bundes auch der Schuldenbremse zu. Da das Parlament bei ausserordentlichem Zahlungsbedarf den Höchstbetrag der Ausgaben erhöhen könne, müsse nicht wegen der Krise sofort die Sparbremse gezogen werden, hiess es.

Auch von ausländischen Konjunkturprogrammen profitiert
Weiter räumten die Autoren der Evaluation ein, dass die Schweiz auch von ausländischen Konjunkturprogrammen profitiert habe. Angesichts der durchzogenen Bilanz bei der Wirkung zieht der Bund auch den Schluss, dass ein schrittweises Vorgehen bei den  Beschlüssen zu den Konjunkturpaketen richtig war. (pet, sda)

Beitrag weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Freitag, 5.3.2010

Kurzarbeit auf 24 Monate verlängert

Firmen mit Kurzarbeit sollen länger unterstützt werden. Der Bundesrat hat die Höchstdauer zum Bezug von Kurzarbeits-Entschädigung von 18 auf 24 Monate erhöht.  Mehr

Konjunkturprogramme des Bundes

Schweizer Kennzahlen der Konjunktur


Verantwortlich für diesen Beitrag:

news.online


Mehr zu den Stichwörtern:

  • Finanzkrise Schweiz
  • Wirtschaftskrise Schweiz

Schnellsuche:
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SRF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft