Porsche geht zurück zu seinen Wurzeln
Volkswagen übernimmt Porsche. Eine Verbindung gibt es aber bereits seit den Anfängen der beiden Firmen. (Keystone Archiv)
Von Wirtschaftsredaktor Manuel Rentsch
Der deutsche Autobauer Volkswagen wird mit dieser Übernahme noch mächtiger. Schon davor war er der grösste Autokonzern Europas. VW ist in den letzten Jahren rasant gewachsen.
Denn zu dieser Firma gehört auch die Marke Audi, Bentley Bugatti, Lamborghini, Seat und Skoda. Dazu kommen noch die Lastwagen von Scania und Man. Ausserdem hat VW auch noch die Motorrad-Marke Ducati übernommen.
VW beschäftigt eine halbe Million Mitarbeiter und macht einen Umsatz von 160 Milliarden Euro. Durch die Übernahme von Porsche wird der Gigant jetzt noch grösser.
Verwaltungsratspräsident Piech ist Motor
Die treibende Kraft hinter dem Ganzen ist der Verwaltungsratspräsident Ferdinand Piech. Er ist Vater von zwölf Kindern aus vier Ehen. Piech hat als Kind erst ein Internat in St. Moritz besucht, um danach an der ETH Zürich Maschinenbau zu studieren.
Der jetzige Verwaltungsratspräsident hat vor fast 20 Jahren die Führung bei VW übernommen. Damals schrieb die Firma noch rote Zahlen. Inzwischen macht VW einen Gewinn; letztes Jahr waren es fast 16 Milliarden Euro.
Piech und Porsche sind verwandt
Die Familien Piech und Porsche sind eng miteinander verbunden, was bei der heutigen Übernahme eine Rolle gespielt hat. Ferdinand Piech ist ein Enkel von Ferdinand Porsche. Mit Ferdinand Porsche hat alles angefangen. Kurz vor dem ersten Weltkrieg hat er die Basis von VW und Porsche gelegt.
Porsche war Mechaniker und hat auf der einen Seite den VW-Käfer entwickelt. Dieses Auto hat die Firma dann gross gemacht. Auf der anderen Seite hat Ferdinand Porsche noch zusätzlich die Firma Porsche gegründet.
Nach dem Krieg sind die beiden Firmen aber dann getrennte Wege gegangen. Nun schliesst sich mit der Übernahme von Porsche durch VW der Kreis wieder.
Dank der Übernahme gibt es mehr Synergien, die beiden Firmen können enger zusammenarbeiten. VW übernimmt Porsche etwas früher als geplant, auf den 1. August.(basn)
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