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  • Wirtschaft:

Montag, 9.7.2012

Arbeitsmarkt überraschend stabil

Knapp 115'000 Menschen waren in der Schweiz im Juni ohne Arbeit, fast 4000 weniger als im Mai. Allerdings zeigen sich in den einzelnen Branchen erhebliche Unterschiede, wie Serge Gaillard Schweizer Radio DRS erklärt.

In der Schweiz arbeiten immer mehr Menschen

Wo arbeiten die Zuzüger aus der EU vor allem? Welche Branchen serbeln, welche blühen? Und wie sehr sind Frühpensionierungen noch im Trend? Antwort finden sich in der neusten Arbeitsmarkt-Statistik.

Beitrag aus Rendez-vous vom Montag, 9.7.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Für die Berechnung der Arbeitslosenquote im Monat Juni hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) neu die Zahl der Erwerbstätigen aus der Volkszählung von 2010 herangezogen.

Bisher hatte das Seco die Zahlen von 2000 verwendet. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz ist seither gewachsen- fast um zehn Prozent, wie Serge Gaillard gegenüber Schweizer Radio DRS sagt. Das habe zu einem Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,2 auf 2,7 Prozent geführt.

Grosse Unterschiede in den Branchen
In den einzelnen Branchen zeigen sich aber erhebliche Unterschiede. Bei den Versicherungen, der Informatik und der Forschung nahm die Quote um bis zu 0,8 Prozent ab, wie Gaillard sagt. In der Textil- und der Druckindustrie ist sie allerdings deutlich gestiegen.

Die Westschweiz und das Tessin profitieren laut Gaillard von den neuen Zahlen etwas stärker. Die Erwerbstätigkeit ist dort nach der Einführung der Personenfreizügigkeit 2002 stärker gestiegen als in der Deutschschweiz. Daher sei die Korrektur dort etwas grösser, sagt Gaillard.

Überraschende Stabilität
Angesichts der deutlichen Abschwächung der Konjunktur präsentiert sich der Schweizer Arbeitsmarkt überraschend stabil. Von dem saisonal begründeten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Frühling abgesehen, stagniere die Quote seit einem halben Jahr, sagt Gaillard: «Es wird nicht besser, es wird nicht schlechter. Das drückt auch eine konjunkturelle Unsicherheit aus.»

Gaillard erinnert an den starken Franken und die Eurokrise. Trotzdem bewege sich dank einer boomenden Bauwirtschaft und einer starken Inlandkonjunktur wenig auf dem Arbeitsmarkt. «Verglichen mit den andern Ländern geht es uns ganz gut. Die Wirtschaft wächst weiterhin, aber einfach nicht so stark.»

Weniger Kurzarbeit als erwartet
Weiter zurück ging die Jugendarbeitslosigkeit. Sie betrug 2,5 Prozent. Insgesamt suchten knapp 15'000 Jugendliche unter 25 Jahren eine Stelle. «Ein bisschen ist die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das zeigt, dass der Arbeitsmarkt nicht mehr so boomt wie vor einem Jahr», so Gaillard.

Entgegen den Erwartungen von Anfang Jahr bleibt auch die Kurzarbeit auf tiefem Niveau in der Schweiz. Die neusten Zahlen sind vom April. Demnach ging die Zahl der Menschen, die von Kurzarbeit betroffen sind, um 20 Prozent zurück im Vergleich zum März. In 633 Betrieben wurde im April Kurzarbeit verordnet. (chli, nab)

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Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist so tief wie noch nie in diesem Jahr: Rund 119'000 Personen waren Ende Mai bei den RAV gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank auf 3 Prozent. Auch junge Leute finden wieder Stellen.  Mehr


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