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Sonntag, 15.7.2012

USA bereiten angeblich Klagen zur Libor-Affäre vor

Das US-Justizministerium bereitet laut der «New York Times» Strafverfahren wegen Zinsmanipulationen gegen mehrere Banken und einige Angestellte vor. Auch europäische Banken seien betroffen.

Im Zusammenhang mit der Libor-Affäre soll im Verlauf des Jahres  zumindest gegen eine Institution Klage eingereicht werden, berichtete die «New York Times» am Wochenende unter Berufung auf Regierungskreise.

Unter den betroffenen Einzelpersonen seien auch Händler der britischen Grossbank Barclays. Einige Finanzinstitute, darunter mindestens zwei europäische Geldhäuser, arbeiteten bereits an Vergleichen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Anwälte weiter.

Barclays hatte als erstes Geldhaus ein Fehlverhalten einiger Händler eingeräumt und wurde von Behörden in den USA und Grossbritannien zu einer Strafe von einer halben Milliarde Dollar verurteilt. Die Einigung schützt die Händler aber nicht vor Strafverfolgung.

Keine Stellungnahme von UBS und CS
Einer ganzen Reihe von internationalen Grossbanken wird vorgeworfen, von 2005 bis 2009 den Libor mit falschen Angaben zu ihren Gunsten manipuliert zu haben. Untersuchungen laufen auch gegen die UBS und die Credit Suisse.

Beide Banken gaben am Sonntag keine Stellungnahme ab und machten auch keine Angaben, ob sie diesbezüglich mit Behörden in Verhandlungen stünden.

Der Londoner Interbankenzins wird einmal täglich ermittelt und zeigt an, zu welchen Konditionen sich die Institute einander Geld leihen. Er basiert auf individuellen Angaben der Banken und dient als Referenz für Kredite an Unternehmen, Privatpersonen und weitere Finanztransaktionen in einem Volumen von 360 Billionen Dollar.

Da die Untersuchungen in dem Fall ungewöhnlich komplex sind, könnten die Verfahren jedoch über Jahre laufen. Daher ist der Zeitung zufolge eher mit Vergleichen als mit Klagen zu rechnen. (bru, sda/reuters)

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Freitag, 13.7.2012

USA wiesen Briten schon 2008 auf Libor-Mängel hin

In der Libor-Affäre gerät die britische Notenbank zunehmend in Erklärungsnot. Die US-Notenbank hat die Bank of England bereits vor vier Jahren aufgefordert, die Festlegung des Libors zu ändern. Sie belegt das mit neuen Dokumenten.   Mehr


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