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Dienstag, 31.7.2012

UBS-Chef Ermotti: «Es kann alles passieren...»

Die Schuldenkrise und der enttäuschende Facebook-Börsengang haben der UBS das Geschäftsergebnis diesen Frühling vermiest. Nach einem guten ersten Quartal sank der Reingewinn im zweiten Quartal auf eine knappe halbe Milliarde Franken. UBS-Chef Sergio Ermotti ist trotzdem «halbzufrieden».

UBS-Chef Sergio Ermotti: «Ohne die 350 Millionen Franken, die wir wegen dem Facebook-Börsengang verloren haben, hätten wir im Investmentbanking einen kleinen Gewinn gemacht.» (Keystone Archiv)

Enttäuschendes Halbjahr für die UBS

Beitrag aus Echo der Zeit vom Dienstag, 31.7.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Nationalbank schreibt im 1. Halbjahr Gewinn

HeuteMorgen vom Dienstag, 31.7.2012, 06.00 Uhr, DRS 1, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Von Wirtschaftschaftsredaktorin Susanne Giger

Sergio Ermotti, die Analysten sind enttäuscht und Sie?
Wir sind halbzufrieden. Wir haben unsere strategischen Ziele erreicht. Die Kosten und Risiken haben wir im Griff…Klar, unser Vorsteuergewinn von 951 Millionen Franken hätte besser sein können. Aber die Marktsituation ist schwierig, die Kunden sind paralysiert. Es gibt auf dem Markt keine grosse Aktivität. Wir müssen darum die Resultate akzeptieren.

Ist nur das Marktumfeld schuld an dem Ergebnis?
Ja, zum grossen Teil schon. Wir haben aber auch einen Sondereffekt, zum Beispiel die 350 Millionen Franken Verlust wegen Facebook. Wenn man das wegrechnet, liegen wir auf der Linie der Erwartungen der Analysten.

Sie sagen, Sie sind halbzufrieden. Aber im Investmentbanking gab es einen Verlust von 130 Millionen. Mit dem kann man nicht wirklich zufrieden sein.
Ohne die 350 Millionen Franken, die wir wegen dem Facebook-Börsengang verloren haben, hätten wir einen kleinen Gewinn gemacht. Zudem ist das Jahr 2012 ein Übergangsjahr. Wir sind dabei, unser Geschäftsmodell anzupassen. Langfristig wollen wir kleiner, fokussierter und profitabler werden. Wir haben die Risiken im Investmentbanking fast halbiert.

Sie haben die Risiken runtergefahren, sind viel sicherer. Kann der UBS gar nichts mehr passieren?
Es kann alles passieren, nur darf es nicht die Solidität und die Glaubwürdigkeit der Bank treffen. Wir sind gut gerüstet. Wir haben 13 Milliarden Franken Neugeldzufluss. Das beweist, dass die Kunden uns vertrauen. Und ich bin auch froh für unsere Mitarbeiter, die für lange Zeit unter Druck gewesen sind.

Viele Banken planen einen Stellenabbau. Auch die UBS?
Wir haben letztes Jahr Kostenreduktion angekündigt. Wir sind auf Kurs. Von 2 Milliarden Kostenreduktion haben wir schon 1,1 Milliarden geschafft. Aber klar, wir müssen dauernd unser Geschäftsmodell anpassen, und das heisst auch Anpassungen im Personalbestand. Aber das werden wir fokussiert machen.

Wird also die UBS weitere Stellen abbauen?
Wir müssen unsere Kosten der heutigen Geschäftssituation anpassen. (basn;bru)

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Freitag, 22.6.2012

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