(Keystone)
Wie in der Schweiz Strom produziert wird
In der Schweiz wird der Strom zu rund 55 Prozent aus Wasserkraft und zu 40 Prozent aus Kernenergie produziert. Der Anteil an Strom aus Sonnen- und Windenergie ist immer noch klein. Ein Überblick über die Produktionsarten in der Schweiz.
| Der Lac de Dix spendet Strom | |
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55 Prozent der Schweizer Stromproduktion stammen aus grossen und kleinen Wasserkraftwerken. Gespiesen werden sie von Stauseen und Flüssen. Das grösste Wasserkraftwerk ist die Grande Dixence im Kanton Wallis. Mit Hilfe des Stausees werden pro Jahr 2 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, die zur Versorgung in 18 Kantonen beitragen. |
| Nachhaltige Energiequellen der Schweiz | |
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Wasserkraft ist die grosse erneuerbare Energiequelle der Schweiz. Ferner wird Energie aus der Verbrennung von Kehricht, Holz sowie aus Biogas, Erdwärme, Sonnen- und Windkraft gewonnen. Diese Energiequellen gelten als erneuerbar, also nachhaltig, weil sie nicht stärker genutzt werden, als sie sich regenerieren. Die erneuerbaren Energieträger decken derzeit lediglich 4,6 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Schweiz. Bis zum Jahr 2030 soll ihr Anteil gut 10 Prozent ausmachen. |
| Wind in der Steckdose | |
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Die erste Windenergieanlage der Schweiz wurde 1986 beim Soolhof (Langenbruck) in Betrieb genommen. Mittlerweile gibt es mehr als 30 Anlagen. Der grösste Windpark befindet sich auf dem Mont Crosin im Berner Jura bei St. Imier. Weitere Grossanlagen stehen in Collonges (VS), Entlebuch (LU) und auf dem Gütsch ob Andermatt (UR). Obschon Windenergie aus ökonomischer und ökologischer Sicht überzeugt, stösst sie bei Heimat- und Landschaftsschutz auf Ablehnung. |
| Die Kraft der Sonne | |
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Die Herstellung von Kollektoren und Solarzellen, um aus der Sonnenkraft Energie zu gewinnen, braucht selber viel Energie. Hauptziel der Branche ist es deshalb, neue Materialien und Verfahren zu finden, um Sonnenstrom kostengünstiger herstellen zu können. Derzeit spielt Sonnenenergie in der Schweiz so gut wie keine Rolle. Doch das Potenzial der Sonnenenergie gilt als beträchtlich: Bis zum Jahr 2050 könnte rund ein Fünftel des derzeitigen Strombedarfs allein durch Sonnenenergie sichergestellt werden. |
| Gas- statt Atomkraftwerk | |
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Gaskraftwerke gelten als mögliche Alternative, um den drohenden Stromengpass aufzufangen. Sie sind relativ billig, lassen sich rasch realisieren und können ohne grössere Probleme wieder entsorgt werden. In der Schweiz sind zur Zeit vier grosse und zwei kleinere Gaskraftwerke geplant. Der Nachteil von Gaskraftwerken: Sie verursachen einen beträchtlichen CO2-Ausstoss, was sich negativ auf Klima und Portemonnaie auswirkt. |
| AKW Leibstadt | |
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Die Atomenergie leistet einen Anteil von rund 40 Prozent an die schweizerische Stromproduktion. Das grösste und zuletzt gebaute Schweizer Atomkraftwerk (1984) steht in Leibstadt und erzeugt jährlich über 9 Milliarden Kilowattstunden Strom. Den Dauerbetrieb nahm es am 15. Dezember 1984 auf. |
| AKW Beznau | |
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Das älteste Atomkraftwerk der Schweiz liegt im Kanton Aargau: Seit 1969 produziert Beznau I, das auf einer künstlichen Aare-Insel angelegt ist, Strom. Der Zwillingsblock Beznau II ist drei Jahre jünger. Die Anlage liefert rund 5,5 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr und zusätzlich Fernwärme. |
| AKW Mühleberg | |
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Ebenfalls zu den älteren Atomkraftwerken der Schweiz zählt die Anlage in Mühleberg. Sie steht seit 1972 in Betrieb und produziert jährlich rund 2,7 Milliarden Kilowattstunden Strom. |
| AKW Gösgen |
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Das erste Schweizer Kernkraftwerk der 1000-Megawattklasse nahm im November 1979 den kommerziellen Betrieb auf. Mit 8 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr deckt Gösgen etwa 15 Prozent des schweizerischen Verbrauchs. Dank seines prominenten Kühlturms ist Gösgen wohl das bekannteste AKW. |
(acd)
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