Wie der französische Präsident gewählt wird
Die französische Bevölkerung war am 22. April zur ersten Runde der Präsidentenwahl aufgerufen. Am 6. Mai wählt sie dann in der Stichwahl ihren neuen Präsidenten. Die Eigenheiten der Wahl.
Im entscheidenden zweiten Durchgang kommt es am 6. Mai zum Duell zwischen dem konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande.
Informationen zur Wahl
- Gewählt ist, wer die absolute Mehrheit gewinnt. Da das im ersten Wahlgang bei zehn Kandidaten nicht zu erwarten ist, kommt es zwei Wochen später zum Stichentscheid zwischen den beiden Erstplatzierten.
- Wahlberechtigt sind 44,5 Millionen Frauen und Männer, die mindestens 18 Jahre alt sein müssen. Sie können ihre Stimme im In- und Ausland in 65'000 Wahllokalen abgeben, die auf dem Land von 8 bis 18 Uhr und in den Grossstädten bis 20 Uhr geöffnet sind.
- Erste Prognosen werden kurz nach Schliessung der Stimmlokale erwartet. Hochrechnungen werden erst nach 20 Uhr publiziert.
- Die Stimmberechtigten in den französischen Überseebesitzungen wählen bereits am Samstag. Die Ergebnisse bleiben bis Sonntagabend unter Verschluss. Für die etwa eine Million im Ausland lebenden Franzosen stehen 780 Stimmlokale bereit, die meisten in der Schweiz und in den USA.
- Die fünfjährige Amtszeit des Präsidenten endet am 15. Mai. Sollte ein neuer Staatschef gewählt worden sein, wird der Termin der Amtseinführung zwischen altem und neuem Präsidenten vereinbart. Sie könnte bei einem Sieg Hollandes vor dem 15. Mai liegen, da am 18. und 19. Mai ein G8-Gipfel geplant ist.
- Vor der Amtsübernahme übergibt der scheidende Präsident seinem Nachfolger den geheimen Code für die französischen Atomwaffen.
- Der neue Präsident ernennt eine Übergangsregierung, die bis zur Parlamentswahl am 10. und 17. Juni die laufenden Geschäfte führt. (basn, sda/reuters)
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