Marrakesch-Attentäter zum Tode verurteilt
Im Prozess um das Bombenattentat von Marrakesch mit 17 Toten ist der Hauptangeklagte Adil al-Atmani zum Tod verurteilt worden. Sein Komplize Hakim Dah erhielt eine lebenslängliche Freiheitsstrafe, wie das Anti-Terror-Gericht in Salé bei Rabat mitteilte.
Während es die Todesstrafe laut Verfassung in Marokko formell noch gibt, wurde sie seit 1992 nicht mehr vollstreckt. Vor Gericht standen noch sieben weitere Angeklagte. Vier davon erhielten Gefängnisstrafen von vier Jahren, die drei weiteren solche von jeweils zwei Jahren.
Anschlag auf Touristencafé
Am 28. April diesen Jahres waren im bei Touristen beliebten Café «Argana» in Marrakesch in Rucksäcken versteckte Bomben explodiert. Unter den 17 Toten waren auch drei Touristen aus dem Tessin und acht Franzosen. Eine Tessinerin überlebte das Attentat schwer verletzt.
Atmani sowie seine Mitangeklagten hatten nach ihrer Festnahme ihre Beteiligung am Attentat zunächst gestanden, ihre Geständnisse jedoch später widerrufen. Die Verteidigung hatte erklärt, die Geständnisse seien durch Folter erpresst worden. (mz, sda)
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