Gemeinsam gegen Steuerhinterzieher
Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Spanien und die USA erarbeiteten ein Musterabkommen für bilaterale Vereinbarungen, das die Basis für einen besseren Austausch von Informationen über steuerliche Vorgänge bieten soll.
In einer gemeinsamen Erklärung, die das Bundesfinanzministerium verbreitete, heisst es: «Dies ist ein wichtiger Schritt zu einem einheitlichen Ansatz zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung durch automatischen Informationsaustausch.»
Zusammenarbeit mit OECD-Staaten angestrebt
Die sechs Länder wollen in Kooperation mit weiteren Staaten, der OECD und gegebenenfalls auch mit der EU «gemeinsame standardisierte Melde- und Sorgfaltspflichten» erarbeiten. Ziel ist es, zu einem globalen System zu kommen, mit dem die Steuerhinterziehung so effizient wie möglich bekämpft werden kann.
Das Musterabkommen schafft den Rahmen dafür, dass bestimmte Kontodaten durch die Finanzinstitute an die jeweiligen Steuerbehörden gemeldet werden. Anschliessend sollen die betreffenden Daten gemäss den bilateralen Doppelbesteuerungs- und Steuerinformationsabkommen untereinander ausgetauscht werden.
Automatischer Datenaustausch
Konkret verpflichten sich die fünf europäischen Staaten jeweils, von den bei ihnen ansässigen Banken Informationen über Konten, die von US-Bürgern gehalten werden, zu erheben und den US-Behörden zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug stellen die USA Informationen über Zins- und Dividendeneinkünfte von Bürgern der Partnerländer zur Verfügung. (bat, reuters)
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