SendetermineHörpunkt: Tatort Wissenschaft vom Freitag, 2.9.2011, 10.03 Uhr, DRS 2
Freitag, 2.9.2011, 10.03-11.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Tatort «Feld»
Warum Forschende moralische und rechtliche Grenzen überschreiten. Lange Zeit entführten Forscher die Kulturgüter von Krügen bis zu Mumien fremder Völker bedenkenlos nach Europa. Später waren die Vergehen geistiger Natur, aber nicht minder verhängnisvoll. Indigene Stämme wurden etwa zu Steinzeitmenschen oder Kriegsgurgeln stilisiert. Beispiele dafür gibt es bis heute.
Grabraub oder Grabung? Archäologen im Dilemma

Wenn Superstar Pharao Tutenchamun irgendwo gezeigt wird, stehen die Menschen an der Museumskasse Schlange. Die Faszination an ägyptischen Schätzen ist ungebrochen. Entsprechend motiviert wurde nach ihnen gegraben, illegal durch Grabräuber, legal durch Archäologen. Beide richten Schaden an - ob sie das wollen oder nicht. Mehr
Das Steinzeitvolk, das es nicht gab

In den 70er-Jahren wurde in den philippinischen Wäldern eine kleine Gruppe Menschen entdeckt, die scheinbar in der Steinzeit steckengeblieben waren: Die «Tasaday» waren eine ethnologische Sensation, die um die Welt ging. Bis eines Tages der NZZ-Journalist Oswald Iten den Schwindel aufdeckte und sich damit nicht nur Freunde machte. Mehr
Oswald Iten über die Faszination für das Wilde
Am 12. April 1986 enthüllte der Journalist Oswald Iten in der Neuen Zürcher Zeitung den Schwindel um die Tasaday, die nicht das vergessene Steinzeit-Volk waren, zu dem sie gemacht wurden. Und vor kurzem hat der renommierte Ethnologe Napoleon Chagnon den Stamm der Yanomami in Brasilien als viel gewalttätiger hingestellt als er tatsächlich ist. Mehr
