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  • Hilfe im Dschungel der Krankenkassenprämien:

Spartipps

Wer bei den Krankenkassen-Prämien Geld sparen will, hat verschiedene Möglichkeiten: zu einer billigeren Kasse wechseln, ein alternatives Versicherungsmodell wählen oder die Höhe der Franchise ändern.

Zu einer billigeren Kasse wechseln
Bei der obligatorischen Grundversicherung sind die Leistungen aller Krankenkassen gleich. Aber es gibt erhebliche Prämienunterschiede. Deshalb lohnt es sich, die Prämien der verschiedenen Kassen zu vergleichen und allenfalls die Kasse zu wechseln. Alle Krankenkassen sind verpflichtet, jede und jeden in die obligatorische Grundversicherung aufzunehmen. Dabei muss das Kündigungsschreiben bis Ende November bei der Krankenkasse eingetroffen sein.

Der Prämienvergleich bei comparis.ch

 

Mit alternativen Versicherungmodellen sparen
Zahlreiche Krankenkassen bieten unterschiedliche Versicherungsmodelle an, mit denen der Versicherte Geld sparen kann. Hier werden vier Modelle vorgestellt:
Eine Sparmöglichkeit ist das HMO-Modell, bei dem sich Ärztinnen und Ärzte in einer Gruppenpraxis organisieren. Wird der Versicherte krank, muss er sich zuerst in einer HMO-Praxis behandeln lassen - Notfälle ausgenommen. Wird dieses Modell gewählt, können bis zu 25 Prozent Prämien eingespart werden.
Ein anderes alternatives Versicherungsmodell ist das Hausarzt-Modell. Bei dieser Form der Versicherung verpflichtet sich der Versicherte, im Krankheitsfall immer zuerst seinen Hausarzt aufzusuchen - ausser in Notfällen. Der Hausarzt entscheidet, ob der Patient zu einem Spezialarzt überwiesen werden muss. Die Prämieneinsparung liegt bei etwa 10 Prozent.
Eine weitere Sparvariante bietet das Telmed-Modell. Dabei muss der Versicherte, wenn er krank wird, zunächst eine telefonische Beratungsstelle anrufen - noch vor dem ersten Arztbesuch. Die Versicherten in diesem Modell erhalten einen Prämienrabatt von bis zu 15 Prozent.
Schliesslich gibt es noch das Modell der Bonus-Versicherung. Hierbei wird die Prämie mit jedem Jahr, in dem sich der Versicherte keine Leistungen vergüten lässt, gesenkt. Die Ausgangsprämie ist 10 % höher als die ordentliche Prämie und die Franchise kann nicht erhöht werden. Die Prämie kann innerhalb von 5 Jahren auf die Hälfte der Ausgangsprämie sinken.

 

Mit der richtigen Franchise Geld sparen
Erwachsene müssen mindestens die ersten 300 Franken der persönlichen jährlichen Gesundheitskosten selber bezahlen. Mit einer höheren Franchise können Prämien gespart werden. Die Franchisen liegen zwischen 300 und 2500 Franken.

Eine Erhöhung der Franchise lohnt sich jedoch nicht in jedem Fall. Wenn Sie im nächsten Jahr grössere Ausgaben für Ihre Gesundheit erwarten, lohnt es sich nicht, die Franchise zu erhöhen.

Der Selbstbehalt ist im Unterschied zur Franchise nicht frei wählbar. Er beträgt 10 Prozent, maximal 700 Franken pro Jahr.

Der Franchisenfinder von comparis.ch

 

Vom Arbeitgeber gegen Unfall versichert?
Wer mindestens acht Stunden pro Woche als Angestellter arbeitet, wird vom Arbeitgeber automatisch gegen Unfall versichert und kann die Krankenversicherung ohne Unfalldeckung abschliessen. Das führt zu einem Prämienrabatt von bis zu zehn Prozent. Wichtig ist, dass man sich bei der Krankenkasse meldet, sobald man nicht mehr durch den Arbeitgeber gegen Unfall versichert ist.

 

(Quellen: Bundesamt für Gesundheit BAG, comparis.ch, Konsumentenforum)

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