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Mittwoch, 22.6.2011

Visionäre Energiezukunft für die Schweiz

Bis 2050 soll alle Energie, die verbraucht wird, aus erneuerbaren Quellen kommen. So will es Swisspower, der Verbund von 25 Stadtwerken. Viele Fragen bleiben aber noch offen.

Nur mit Sparbemühungen - etwa bei der Strassenbeleuchtung - lasse sich die Energiewende in der Schweiz kaum erreichen. Das erklärte Hans-Kaspar Scherrer, Verwaltungsratspräsident von Swisspower am Mittwoch. Viel mehr müsse bei der Stromproduktion angesetzt werden.

Dem Verbund von 25 Schweizer Stadtwerken schwebt vor, bis in 40 Jahren die Energieversorung nur noch mit erneuerbaren Energien zu gestalten - ohne Öl, ohne Gas und ohne Atom.

Pläne für Stromproduktion
Ihre Vision will Swisspower mit verschiedenen Massnahmen erreichen. Dazu gehört die Gründung einer Beteiligungsfirma. Die Stadtwerke könnten sich so bei grossen Sonnen- und Windkraftwerken beteiligen, insbesondere auch im Ausland, sagte Scherrer in Zürich vor den Medien.

Hoffnung auf Geothermie
Das grösste Potential für erneuerbare Energien ortet Swisspower in der Geothermie. Um ans Ziel zu kommen, seien 20 bis 30 Geothermiewerke in der Schweiz nötig. Doch dazu sei viel Geld nötig, Milliarden von Franken erklärte der Verwaltungsratspräsident von Swisspower. Das Geld sollte für die Forschung und den Betrieb der Geothermiewerke eingesetzt werden - bezahlt vom Bund und den grossen Stromkonzernen.

Nutzen offen
Der Beweis, dass Geothermie in der Schweiz funktioniert, muss noch erbracht werden. In Basel hat die Geothermie zu Erdbeben geführt und in Zürich wurde nicht genügend Wasser gefunden. Im Moment läuft ein drittes Projekt in St.Gallen. (curr)

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