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Die Bewerber der Republikaner

Bei den Republikanern hatte sich ursprünglich ein breites Bewerberfeld formiert und lange Zeit schien sich niemand aus dem Rennen verabschieden zu wollen. Schliesslich setzte sich Mitt Romney durch. Die einstigen Bewerber im Überblick.
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Mitt Romney: Der Mormone

Mitt Romney (64) trumpft mit seinem Sachverstand in Wirtschaft und Finanzen auf. Doch der Multimillionär gilt vielen als schlichtweg zu glatt und als «Flip-Flopper», der sein Mäntelchen gerne nach dem Wind hängt. Als Gouverneur in Massachusetts setzte er sich für eine Krankenversicherung ein, die der Gesundheitsreform von Obama verdächtig ähnelt. Weiteres Problem ist die Religion: Romney ist Mormone - vielen erzkonservativen Evangelikalen ist das schlichtweg suspekt.


Ron Paul: Der Exzentriker

Ron Pauls (76) libertäre Positionen klingen teilweise bizarr. Der Frauenarzt ist gegen den Wohlfahrtsstaat. In der Finanzpolitik will er zurück zum Goldstandard - und die US-Notenbank soll abgeschafft werden. Sein Credo: Der Staat bedroht die Freiheiten der Bürger, daher solle die Macht des Staates beschnitten werden. Der Texaner will alle US-Truppen rasch nach Hause holen. Damit will er allein im ersten Jahr eine Billion Dollar einsparen. Auch die Entwicklungshilfe soll eingefroren werden.


Newt Gingrich: Der alte Bekannte (ausgeschieden)

Newt Gingrich (68) ist immer für Überraschungen gut. So bezeichnete er die Palästinenser als «erfundenes» Volk. Die US-Grenze zu Mexiko will er von Drohnen überwachen lassen. US-Soldaten sollen länger in Afghanistan bleiben und dort härter vorgehen. Seine drei Ehen und finanziellen Skandale schaden aber seinem Image. Gingrich ist ein alter Fuchs in der Politszene: Er mischt seit Jahrzehnten in Washington mit. In den 90er Jahren führte er die «konservative Revolution» gegen Bill Clinton an - unterlag aber.


Rick Santorum: Der Abtreibungsgegner (ausgeschieden)

Rick Santorum (53) gilt als strikter Gegner von Abtreibung und der Homo-Ehe. Der Ex-Senator von Pennsylvania bedient damit die Anliegen des christlich-evangelikalen Wählerblocks. Bei einer parteiinternen TV-Debatte erklärte Santorum, dass vor allem muslimische Bürger enger ins Visier genommen müssten. Zudem entrutschte ihm ein Satz, der an seinen Geografiekenntnissen zweifeln lassen könnte. Afrika, sagte er, «ist ein Land am Abgrund».

US-Wahlen: Die Kandidaten der Republikaner (Bildstrecke)
US-Wahlen: Die Kandidaten der Republikaner
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