Havelaar profitiert vom Fairtrade-Boom
Zu fairen Bedingungen gehandelte Waren finden in der Schweiz guten Absatz. Laut der Stiftung Max Havelaar, die hierzulande etwa 1500 Produkte mit dem Fairtrade-Label versieht, ist der Umsatz mit fair gehandelten Produkten im vergangenen Jahr um fast 11 Prozent auf 304 Millionen Fanken gestiegen.
Von T-Shirt bis Glacé
Damit übertreffe das Absatzwachstum der Fairtrade-Produkte den Branchendurchschnitt von Detailhandel und Gastronomie, schreibt die Stiftung. Zulegen konnten demnach vor allem Kaffee, Baumwoll-Textilien, Kakao und Reis, teils mit Wachstumsraten von bis zu 40 Prozent. Aber auch neue Produktelinien wie Glacé oder Joghurt würden zunehmend beliebt, schreibt Max Havelaar.
Fairtrade in der Kantine
Auch die Gastronomie ist eine Abnehmerin von Fairtrade-Produkten. 10 Prozent des Umsatzes von Max Havelaar werde hier erwirtschaftet. Abnehmer seien vor allem Grossunternehmen mit Personalrestaurants.
Fairtrade hat zum Ziel, den Kleinbauern in den Entwicklungsländern faire Preise zu bieten. Laut der Stiftung erhalten die Produzenten 13 Prozent mehr als im konventionellen Handel. Letztes Jahr flossen so knapp 60 Millionen Franken in Entwicklungs- und Schwellenländer. (smus, sda)
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