Schweiz scheitert an Finnlands Effizienz
Schweizer Torhüter Reto Berra im Kampf um den Puck mit dem Finnen Mikale Grandlund. (Keystone)
Finnland hat das Tempo nach den zwei 1:0-Minisiegen zum Turnierstart gegen die Schweiz spürbar erhöht. Der Weltmeister von 2011 drückte von Beginn an aufs Schweizer Tor. Erfreulich: Die Nati liess sich von der hohen finnischen Kadenz kaum beeindrucken und gab im ersten Drittel mehr Schüsse aufs gegnerische Tor ab als die Finnen.
Schweiz schiesst, Finnland trifft
Dass die Schweiz nach 20 Minuten trotzdem mit 0:1 im Rückstand war, lag am effizienten finnischen Powerplay. Nur 9 Sekunden sass Daniel Rubin auf der Strafbank, als Jarkko Immonen traf. Der Torschützenkönig der letztjährigen WM kam im Slot nach einem Abpraller (zu) einfach zum Abschluss und liess Keeper Reto Berra keine Chance.
Das Tempo blieb im zweiten Abschnitt unverändert hoch. Die Schweiz kam immer öfter in aussichtsreiche Position und nach 26 Minuten zum Ausgleich: Andres Ambühl schloss einen Konter mustergültig ab. Die Freude über das 1:1 währte aber nur kurz: 21 Sekunden später brachte Leo Komarow Finnland wieder in Führung. Erneut räumte die Schweiz im Slot zu wenig gut auf.
Schweizer Druckphase im letzten Drittel
Als Immonen Finnland mit einem herrlichen Backhand-Treffer mit zwei Toren in Führung brachte (27.), schien die Partie vorentschieden. Die Schweiz steckte aber nie auf und kam wieder heran. Roman Wick bewies, dass auch die Schweiz über ein überzeugendes Powerplay verfügt. Das 3:2 war der Startschuss zur Schweizer Druckphase im letzten Abschnitt.
Damien Brunner, unkonventionell mit einem Kick-Pass lanciert von Kevin Romy, Nino Niederreiter oder Luca Sbisa hatten den Ausgleich auf dem Stock. Alle scheiterten sie aber am starken finnischen Keeper Kari Lehtonen oder an wenigen Millimetern. Und zum Schluss scheiterte die Schweiz an der finnischen Effizienz.
Strafe gegen Bezina entschied
Goran Bezina sass für ein unnötiges Foul erst 19 Sekunden auf der Strafbank, als Valtteri Filppula zum 4:2 traf. Und nur 130 Sekunden später entschied wieder Filppula die Partie mit dem 5:2 endgültig. Es waren Finnlands erste echte Chancen nach der Vielzahl an guten Schweizer Möglichkeiten zu Beginn des letzten Abschnitts.
Mit ihrer guten Leistung hat die Schweiz bewiesen, dass sie auch mit den grossen Teams dieser WM mithalten kann. Schon am Mittwoch hat sie die Gelegenheit, dies erneut zu beweisen. Dann wartet mit Kanada der nächste grosse Gegner im Welt-Eishockey auf das Team von Sean Simpson. (fel/sf)
Mehr zum Stichwort:
