Schweiz verliert wieder unglücklich
Schweiz spielt zwar auch gegen Kanada stark - aber unterliegt am Schluss knapp. (Keystone)
Die Schweiz erwischte im Duell gegen Kanada einen Traumstart. Nach genau 100 Sekunden schloss Damien Brunner eine schöne Kombination seiner gesamten Linie mustergültig ab. Der NLA-Topskorer beendete seine kleine Tor-Baisse zu einem fürs Team psychologisch enorm wichtigen Zeitpunkt.
Die Führung nämlich verlieh der Schweiz viel Schwung und Vertrauen. Die Nati war Kanada absolut ebenbürtig und lief nur in 2 Unterzahlsituationen etwas Gefahr, den Ausgleich zu kassieren. Dank des starken Keepers Tobias Stephan rettete die Schweiz die Führung in die erste Pause.
Schweiz wenig wach aus der Kabine
Nur 35 Sekunden nach dem Wiederanpfiff war aber auch Stephan machtlos. Im Slot profitierte John Tavares von der laschen Schweizer Defensivarbeit und lenkte nach einem Schuss von Jordan Eberle zum 1:1 ins Tor ab. Der Ausgleich hemmte den Spielfluss beider Teams. Für einen der raren Aufreger sorgte Roman Wick, der die beste Schweizer Chance zur erneuten Führung ausliess.
Auch in den letzten Abschnitt startete die Schweiz schlecht. Nach 41 Sekunden und dem Tor von Eberle lag Kanada erstmals in Führung. Die Nati bewies wie gegen Finnland grosse Moral und kam durch einen Überzahltreffer von Goran Bezina kurz nach dem 1:2 zum Ausgleich.
Wie gegen Finnland reichte dies aber nicht zum Punktgewinn. Nach 48 Minuten schloss Ryan Getzlaf einen Konter mit einem schönen Schuss ab und sicherte Kanada den glücklichen Sieg. Das Schweizer Anrennen in der Schlussphase brachte eine Grosschance von Kevin Romy, aber keinen Treffer mehr.
Nun brauchts zwei Siege
Die beiden Spiele gegen Finnland und Kanada haben die Probleme der Schweizer Nati deutlich aufgezeigt. Im Vergleich zu den Top-Nationen fehlen dem Simpson-Team Effizienz und Kaltblütigkeit in den entscheidenden Momenten zum Punktgewinn.
Die Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf hat sich mit den beiden Niederlagen der letzten 24 Stunden vereinfacht: Gegen Frankreich und die nun punktgleiche Slowakei muss die Schweiz am Wochenende zwei Siege einfahren, um das Ziel Viertelfinals nicht aus den Augen zu verlieren. (fors, sf)
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