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Freitag, 9.3.2012

Polen sperrt sich am Treffen der EU-Umweltminister

Die EU-Umweltminister haben sich in Brüssel getroffen, um über die gemeinsame Klimapolitik der kommenden Jahrzehnte zu reden. Sorgenkind war dabei Polen, das sich gegen zusätzliche Einschränkungen für den Ausstoss des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid sperrte.

Marcin Korolec. (Keystone)

Polen sorgt für gereiztes Klima

In Brüssel ringen die Umweltminister der EU um die europäische Klimapolitik der Zukunft. Sie wollen die Vorgaben für die Emission von Treibhausgasen verschärfen. Doch das EU-Land Polen legt sich quer. Warum? Gespräch mit Osteuropa-Korrespondent Marc Lehmann.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Freitag, 9.3.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

An der Konferenz der EU-Umweltminister stellt sich Polen quer: Das Land bezieht einen Grossteil seiner Energie aus Kohlekraftwerken. Bereits vor dem Treffen hatte der polnische Umweltminister Marcin Korolec in einem Brief an seine europäischen Kollegen klargestellt, dass Polen keine zusätzlichen CO2-Sparziele akzeptieren werde. Solche werden aber von einem Grossteil der EU-Staaten gefordert.

«Gereizte Atmosphäre»
Ein EU-Diplomat beschrieb die Atmosphäre am Verhandlungstisch als «gereizt». Umstritten waren bei den Verhandlungen auch neue Regeln für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Im Jahr 2020 will Europa zwanzig Prozent weniger CO2 ausstossen als 1990. Bis zum Jahr 2050 sollen es mindestens 80 Prozent weniger sein. Etappenziele für die drei Jahrzehnte nach 2020 fehlen bisher. Da die EU sie einstimmig beschliessen müsste, könnte die polnische Blockade eine Entscheidung verhindern.

Die schwedische Umweltministerin Lena Ek warnte, eine Einigung auf den CO2-Fahrplan sei wichtig, damit «die europäische Industrie ein klares Bild davon hat, wohin wir uns bewegen und wo sie investieren sollte».

Schweiz will konkreten Fahrplan
Während die EU-Staaten über die Klimapolitik verhandeln, bereitet sich die Schweiz auf den Uno-Nachhaltigkeitsgipfel in Rio im Juni vor. Der Bundesrat erteilte der Verhandlungsdelegation am Freitag das Mandat.

Die Schweiz werde sich dafür einsetzen, dass sich die internationale Gemeinschaft auf eine Reihe konkreter Ziele und Massnahmen für eine Grüne Wirtschaft einige und den Zeitrahmen für die Umsetzung festlege, hiess es in einer Mitteilung des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Unter anderem will sich die Delegation für eine schrittweise Abschaffung von Subventionen für fossile Energieträger stark machen. Ein weiteres Anliegen ist die Schaffung eines Globalen Nachhaltigkeitsrats (Global Sustainability Council). Dieser wäre direkt der Uno-Generalversammlung unterstellt. (basn, sda/dpa)

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Dienstag, 17.1.2012

Schweiz will CO2 im Ausland kompensieren

Die Schweiz kann ihre Kyoto-Ziele zum CO2-Ausstoss nicht einhalten. Um die Bilanz zu verbessern, soll die private Stiftung «Klimarappen» zusätzliche Emmissionszertifikate im Ausland kaufen. Das gefällt weder den Grünen noch dem Wirtschaftsverband Swisscleantech.  Mehr


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