SendetermineWissen aktuell vom Donnerstag, 3.5.2012, 14.40 Uhr, DRS 1
Donnerstag, 3.5.2012, 14.40-14.45 Uhr, Radio SRF 1
Donnerstag, 3.5.2012, 15.15-15.19 Uhr, Radio SRF Podcast
Barfussschuhe: Wissenschaftlich geprüft?
Unterschiedliche Barfussschuhe mit unterschiedlichen Ideen dahinter: weniger Stütz, flexible Sohle, zweite Haut. (SRF)
Ganze Sendung
Zu den Barfussschuhen zählen ganz viele unterschiedliche Modelle. Die einen haben eine ganz dünne Sohle, die nur noch vor Schnittverletzungen schützt. Andere haben Sohlen, die einen Naturboden imitieren. Wieder andere sind zwar gedämpft, aber nicht mehr gestützt.
Gesünder? Nicht bewiesen
Die Idee dahinter ist jedoch dieselbe: Der Fuss soll weniger geführt werden, wieder mehr selber arbeiten und kräftiger werden. So soll sich die Zahl der Verletzungen vermindern.
Tönt logisch und plausibel. Wissenschaftlich abgestützt ist es jedoch nicht. «Man kann prüfen, ob ein Fuss stärker wird», sagt ETH-Biomechaniker Silvio Lorenzetti, «ob dies jedoch auch zu weniger Verletzungen oder zu einem gesünderen Leben führt, ist nicht bewiesen.»
Bereits in den 80er Jahren ein Thema
Ausserdem sind die meisten Studien, die über solche Barfussschuhe vorliegen, von den Herstellern selber in Auftrag gegeben oder gar finanziert worden. Und in den USA gibt es eine Klage gegen einen Hersteller, weil dessen Schuh offensichtlich nicht gehalten hat, was versprochen wurde.
Die Idee vom Minimal-, Neutral- oder Barfussschuh ist auch nicht wirklich neu. Bereits in den 80er Jahren war ein solches Konzept aktuell, durchgesetzt hat es sich jedoch nicht.
Tipp: Wohlbefinden und Abwechslung
Trotzdem: Die Barfussschuhe sind oft leicht und bequem wie Hausschuhe. Auch wenn sie vielleicht nicht gesünder sind als gestützte Schuhe. Der beste Rat für den Schuhkauf ist der Komfort und das Wohlbefinden. Man soll tragen, worin man sich wohl fühlt, und viel abwechseln. Denn der beste Schuh, den gibt es nicht.
