Mit dem Velo auf 6175 Meter über Meer
Geschafft! Claude (r.) und Martin auf dem Sechstausender. (bissig)
Am Anfang war eine Mail. «Liebes DRS. Diesen Sommer versuchen wir, mit dem Mountainbike auf einen Sechstausender zu fahren.» Hoppla Schorsch! Welch ungewöhnlicher Plan für die Sommerferien. Und es bleibt nicht bei der Ankündigung von Claude Balsiger (28) aus Zug.
Aus dem Indischen Himalaya-Gebiet in Ladakh erreicht uns nämlich die Nachricht: es ist vollbracht! Claude Balsiger (28) ist am 12.August im indischen Himalaya-Gebiet auf dem Changtang Hochplateau auf einen namenslosen Gipfel gefahren - auf 6175 Meter über Meer.
Stein,Geröll und kein Weg
Auf 5400 Metern über Meer hat Claude sein letztes Basislager aufgeschlagen, ehe er günstige Wetterverhältnisse abwartet, um das letzte Teilstück bei Sonnenschein in Angriff zu nehmen.
Nicht nur die Höhe ist aussergewöhnlich, auch das Gelände. Geröllfelder, Steinbrocken, karstiges Gelände - das hochalpine Panorama ist komplett. Nur ein Weg fehlt. Den muss sich Claude selbst suchen.
Auf dem Gipfel ist die Luft draussen
Die Einfahrt auf dem Gipfel: Ein gigantischer Moment für Claude und seinen Compagnon Martin Bissig (35), der ihn zu Fuss als Chronist und Fotograf begleitet und das Abenteuer protokolliert. Zwei Jahre und unzählige Trainingsstunden liegen zwischen einer verrückten Idee und dem Gipfelsturm.
Claude erinnert sich an die Minuten auf dem Gipfel: «Da war ich einfach nur noch ausgepumpt. Die dünne Luft macht ja schon Bergsteigern zu schaffen und mir als Mountainbiker umso mehr.» Schieben oder Tragen war nicht erlaubt, diese Einschränkung hat sich der Claude auferlegt. Dafür kann er nun mit Fug den Weltrekord im Höhenmountainbiken für sich beanspruchen. (ra.)
