Verstrahltes Wasser breitet sich aus
Das radioaktiv verseuchte Wasser zur Kühlung der beschädigten Reaktoren des japanischen AKW Fukushima belastet immer stärker die Umwelt. Bei Reaktor 2 wurde stark radioaktives Wasser ausserhalb des Gebäudes entdeckt. Dieses habe sich in mehreren Kontrollschächten eines unterirdischen Kanals angesammelt.
Das Wasser in dem Kanal, der aus dem Turbinengebäude des Reaktors hinausführe, habe eine Radioaktivität von 1000 Millisievert pro Stunde, teilte ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco mit.
Unweit des Ozeans
Die Kontrollschächte des Kanals, in dem Kabel und Abwasserleitungen verlaufen, befinde sich rund 60 Meter vom Meer entfernt, sagte der Sprecher. Möglicherweise sei verseuchtes Wasser in den Ozean gelangt. «Wir sind dabei zu prüfen, ob das Wasser direkt in Kontakt mit dem Meer gekommen ist», sagte der Sprecher.
Bereits am Sonntag war ähnlich stark radioaktiv verstrahltes Wasser im Untergeschoss des Turbinengebäudes entdeckt worden. Bisher war jedoch ausserhalb des Gebäudes kein Wasser entdeckt worden.
Verstrahltes Meerwasser bei Reaktoren 5 und 6
Zuvor war auch 30 Meter ausserhalb der Reaktoren 5 und 6 stark radioaktiv belastetes Meerwasser festgestellt worden. Nach Angaben der Atomaufsichtsbehörde lagen die Werte radioaktiven Jods 1150 Mal über dem Normalwert.
An den beiden Reaktoren wurden zur Zeit des Erdbebens und des anschliessenden Tsunamis, der am 11. März Teile der Anlage beschädigte, Wartungsarbeiten vorgenommen. Zuvor hatte es nur Messungen südlich des Kraftwerks, vor den Reaktoren 1 bis 4, gegeben. (brar, sda)
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