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  • Katastrophe in Japan
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Mittwoch, 1.6.2011

Japan hat Tsunami-Gefahr unterschätzt

Japans Regierung hat die Gefahr für AKW durch Tsunamis unterschätzt. Zu diesem Schluss kommt ein vorläufiger  Bericht der Inernationalen Atomenergiebehörde. Weiter verlangt die IAEA von Japan, eine unabhängige Aufsicht für Atomanlagen einzuführen.
Mehr zum Thema
  • Freitag, 14.9.2012: Japan will aus der Atomenergie aussteigen
  • Montag, 23.7.2012: Experten: Japans AKW nicht genügend geschützt
  • Donnerstag, 5.7.2012: «Ein Desaster von Menschenhand»
  • Samstag, 5.5.2012: Japan vorübergehend ohne Atomstrom

Die Regierung in Tokio hat die Gefährdung der japanischen Atomkraftwerke durch Tsunamis unterschätzt. Das geht aus einem vorläufigen Bericht hervor, den die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Tokio vorlegte.

Die Tsunami-Gefahr für mehrere Standorte sei falsch eingeschätzt worden, erklärten die IAEA-Experten, die für den Bericht Fakten über den Atomunfall im Kraftwerk Fukushima zusammengetragen hatten. Die Planer und Betreiber von Atomkraftwerken müssten die Risiken durch Naturkatastrophen besser abschätzen und die Anlagen entsprechend schützen, forderten sie.

IAEA fordert unabhängige Kontrollbehörde
Die Sicherheitsvorkehrungen der Atomkraftwerke müssten zudem so effektiv und robust sein, dass sie nach einem schweren Unfall «rechtzeitig» in Gang gesetzt werden könnten. Von der Regierung in Tokio verlangten die 18 Experten aus zwölf Ländern, die Unabhängigkeit der japanischen Atomaufsicht zu verbessern. Die Reaktion der Regierung auf die Atomkatastrophe bezeichneten sie zugleich aber als «beispielhaft».

Experten untersuchten Atomkatastrophe
Das Team hatte eine Woche lang die Sicherheitsmassnahmen und das Krisenmanagement in Japan untersucht. Der vollständige Bericht der Kommission soll auf einer Konferenz in Wien vom 20. bis zum 24. Juni vorgestellt werden.

Die Nordostküste Japans war am 11. März von einem Erdbeben der Stärke 9,0 erschüttert worden, das verheerende Flutwellen auslöste. Die bis zu zehn Meter hohen Tsunami-Wellen beschädigten das Atomkraftwerk Fukushima. Weil die Kühlsysteme ausfielen, kam es in den Reaktoren 1, 2, und 3 aller Wahrscheinlichkeit nach zu Kernschmelzen. (mz, sda)

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Dossier, Letztes Update: Sonntag, 11.3.2012

Japan: Erdbeben- und Atomkatastrophe

Am 11. März 2011 löste ein Beben der Stärke 9,0 vor der Ostküste Japans einen Tsunami aus, der weite Küstenstriche und ganze Städte zerstörte. Er beschädigte auch ein AKW und löste damit den atomaren Notstand aus.

Die Atomkatastrophe in Japan (Bildstrecke)
Die Atomkatastrophe in Japan
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Die Tage nach dem Tsunami in Japan (Bildstrecke)
Die Tage nach dem Tsunami in Japan
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11. März 2011: Erdbeben und Tsunami suchen Japan heim (Bildstrecke)
11. März 2011: Erdbeben und Tsunami suchen Japan heim
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