Glückskette hilft Betagten in Japan
Im Baseball-Feld von Onagawa leben mehrere Dutzend Menschen in provisorischen Unterkünften. (Keystone)
Schweizerinnen und Schweizer haben für die Opfer der verheerenden Katastrophe in Japan 18,8 Millionen Franken an die Glückskette gespendet. Mit dem grössten Teil der Gelder wird in Onagawa, Präfektur Miyagii, ein Spital wieder aufgebaut.
Bis Ende April soll das Spital bereitstehen, teilte die Glückskette mit. Es biete Unterkunft und medizinische Betreuung für 100 ältere Menschen, die bei der Katastrophe alles verloren hätten und nun in Container-Dörfern lebten. Die Glückskette beteiligt sich mit 15 Millionen Franken an diesem Projekt.
Direkt nach der Katastrophe in Japan haben Hilfswerke mit Geldern der Glückskette Nothilfe in Höhe von rund 1,7 Millionen Franken geleistet. Die Glückskette will nach eigenen Angaben überprüfen, welche weiteren Hilfsprojekte mit dem restlichen Geld unterstützt werden.
Jahrestag der Katastrophe
Am 11. März 2011 erschütterte ein starkes Beben Japan. In der Folge überflutete ein Tsunami die Nordostküste des Landes und verwüstete weite Landstriche, in mehreren Atomreaktoren im Kraftwerk Fukushima II fand ein Gau statt. Stark radioaktiv verstrahltes Wasser floss ins Meer.
Die Katastrophe forderte mehr als 23'000 Todesopfer. Rund 15'400 Tote wurden geborgen und bestattet. Rund 8100 Menschen werden noch immer vermisst. (bat;pet, sda)
