Syrische Armee belagert weitere Städte
Syrische Truppen sind in wichtige Hochburgen der Regimekritiker vorgestossen. Die Militäraktionen dienten der Absicherung von Polizei- und Geheimdienstoperationen, zur Verhaftung und Verschleppung von Regimegegnern und zur Unterdrückung von neuen Protesten, berichten Menschenrechtsaktivisten.
Homs und Tafas belagert
In der Nacht seien Panzer in die Industriestadt Homs eingefahren. Laut Aktivisten belagerten die Truppen mehrere Viertel, in denen hauptsächlich Gegner von Präsident Bashar al-Assad leben. Aus einigen Vierteln sei schweres Maschinengewehrfeuer zu hören gewesen.
Auch in Tafas nahe Daraa im Süden des Landes rollten mindestens acht Panzer der syrischen Streitkräfte ein.
Mindestens sechs Tote in Banias
Zuvor hatten Truppen die Küstenstadt Banias abgeriegelt, eine der wichtigsten Städte für den syrischen Ölexport. Scharfschützen hätten sich in Stellung gebracht. Aktivisten zufolge wurden Stromleitungen, Kommunikationsverbindungen sowie die Wasserversorgung unterbrochen.
Sechs Menschen seien dabei ums Leben gekommen, erklärte ein Gewährsmann. Darunter waren vier Frauen, die nach Angaben der Opposition vor den Toren der Stadt öffentlich die Freilassung ihrer Angehörigen forderten. Mehr als 200 Personen seien festgenommen worden, darunter auch ein zehnjähriges Kind.
Die Stadt ist «vom Rest der Welt abgeschnitten», sagte Rami Abdel Rahman, Chef des syrischen Beobachtungszentrums der Menschenrechte. (bat, dpa/afp/reuters)
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