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Donnerstag, 5.1.2012

Arabische Liga holt Rat bei der Uno

In der Arabischen Liga wächst das Unbehagen über die nach Syrien entsandte Beobachtermission. Beobachter hätten «Fehler» gemacht, räumte Katars Regierungschef ein. Nun wolle man mit der Uno Erfahrungen austauschen.

Kaum ist der Beobachter der Liga um die Ecke, schlägt Präsident Assad zu. (Keystone)

Am Rande eines Treffens mit Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon äusserte sich Katars Regierungschef Scheich Hamad bin Dschassem al-Thani kritisch über die Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien.

Die Liga habe bei der erstmaligen Entsendung von Beobachtern in ihrer Geschichte «einige Fehler» begangen. Thani sei mit Ban zusammengekommen, um «technische Hilfe» zu erfragen und sich über die Erfahrungen der Uno in diesem Bereich zu informieren, meldete die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna.

Ein Uno-Sprecher sagte, Ban und Al-Thani hätten «praktische Massnahmen besprochen, mit denen die Vereinten Nationen die Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien unterstützen könnten».

Thani räumt Fehler ein
«Das ist die erste derartige Erfahrung für uns», sagte der katarische Regierungschef laut Kuna. Die Beobachter hätten ihr Bestes gegeben. Er sehe aber, «dass es Fehler gibt.» Deshalb brauche die Liga nun «die Erfahrung der Uno». Der katarische Regierungschef liess offen, welche Fehler von der Mission gemacht wurden.

Die syrische Opposition hatte kritisiert, dass die Beobachter sich bei ihrem Einsatz zu sehr von den Sicherheitsbehörden steuern liessen und dass trotz ihrer Anwesenheit hunderte Menschen getötet worden seien.

Thani, der die Task Force der Liga zu Syrien leitet, betonte allerdings, es sei auch nicht Aufgabe der Beobachter, «das Töten zu beenden.» Dem Konflikt könne nur Syriens Präsident Bashar al-Assad ein Ende setzen.

Minister der Arabischen Liga wollen am Samstag über die Zukunft der Mission beraten. Thani zufolge geht es dabei darum, ob die Mission fortgesetzt werden kann oder nicht. Seit Beginn der Proteste gegen Assad im März wurden nach Uno-Angaben mehr als 5000 Menschen getötet. (bat, afp)

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