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Dienstag, 10.4.2012

Syrien: Kein Ende der Kämpfe in Sicht

Die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt in Syrien schwindet. Es gibt keine Anzeichen, dass sich die Regierungstruppen aus den umkämpften Städten zurückziehen. Der Truppenrückzug hätte am Morgen beginnen sollen - so sieht es der Friedensplan vor.

Schlechte Vorzeichen für Waffenruhe in Syrien. (Keystone)

Karte: Syrien

In Syrien geht das Blutvergiessen weiter

Trotz vereinbarter Waffenruhe gibt es keine Anzeichen, dass Präsident Assad seine Truppen abzieht; auch die Rebellen kämpfen weiter. Reaktionen aus Syriens Nachbarstaaten und aus Moskau.

Beitrag aus Rendez-vous vom Dienstag, 10.4.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Der Friedensplan in Syrien droht zu scheitern. Panzer und Truppen seien immer noch da, sagte ein Aktivist aus der Provinz Homs. Die 48-Stunden-Frist für die Umsetzung der Waffenruhe hatte um 6 Uhr am Dienstagmorgen begonnen.

Beide Seiten müssen die Kämpfe nach dem vom Uno-Sicherheitsrat abgesegneten Plan bis zum Donnerstagmorgen eingestellt haben. Dem Vorschlag des Sondergesandten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Kofi Annan, hatten sowohl das Assad-Regime als auch die Opposition zugestimmt.

Gewalt hält an
Das syrische Aussenministerium forderte jedoch am Sonntag weitere Garantien des Uno-Sondergesandten. Demnach sollten auch die als «bewaffnete Terror-Gruppen» bezeichneten Oppositionskräfte die Gewalt in jeder Form beenden.

Es sei eine falsche Interpretation, dass Syrien bestätigt habe, seine Truppen am 10. April aus Städten und deren Umgebung abzuziehen, hiess es weiter.

Am Montag und in der Nacht zum Dienstag hielt die Gewalt unvermindert an. Die Opposition berichtete am Montag von landesweit mehr als 150 Toten. Bei dem seit 13 Monaten andauernden Konflikt kamen nach Uno-Schätzungen schon mehr als 9000 Menschen ums Leben. (fors;mz/sda/dpa)

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Beide Seiten machen keine Anstalten, dem Friedensplan nachzukommen. (Iren Meier, 10.4.2012)
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