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Dienstag, 29.5.2012

Annan fordert von Assad «mutige Schritte»

Vier Tage nach dem Massaker von Hula hat der Uno-Sonderbeauftragte Annan bei Präsident Assad die Umsetzung des Friedensplans gefordert. Syriens Machthaber beklagte beim Treffen in Damaskus die zunehmende Gewalt terroristischer Gruppen.

Sondergesandter Kofi Annan: Neuer Anlauf bei Syriens Herrscher Bashar al-Assad. (Reuters)

Kofi Annan trifft Bashar al-Assad

Beitrag aus Rendez-vous vom Dienstag, 29.5.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Karte: Syrien

Der Uno-Sonderbeauftragte Kofi Annan hat Präsident Baschar al-Assad beim Treffen in der syrischen Hauptstadt Damaskus ins Gewissen geredet.

Annan habe unmissverständlich gesagt, dass sein Sechs-Punkte-Plan keinen Erfolg haben werde, wenn nicht «mutige Schritte» zur Beendigung der Gewalt und der Freilassung Gefangener ergriffen würden. Dies teilte ein Sprecher des früheren Uno-Generalsekretärs nach dem Treffen mit.

Ausserdem habe Annan die tiefe Besorgnis der internationalen Gemeinschaft wegen der Gewalt in Syrien und insbesondere in der Kleinstadt Hula zum Ausdruck gebracht.

Uno-Friedensplan einzige Hoffnung
In Hula waren nach Angaben von Uno-Beobachtern vor drei Tagen mindestens 108 Menschen getötet und etwa 300 weitere verletzt worden. Das Massaker wirft die Bemühungen um eine Beilegung des seit mehr als einem Jahr andauernden Konflikts in Syrien weit zurück.

Zu dessen Beendigung hatte Annan einen Sechs-Punkte-Plan vorgelegt. Der Plan sah auch eine Waffenruhe ab Mitte April vor, die jedoch nicht eingehalten wird. Dennoch ist die vorherrschende Meinung immer noch, dass der Uno-Friedensplan die einzige Hoffnung für Syrien ist.

Assad beschuldigt «terroristische Gruppen»
Der syrische Präsident sagte laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens zu Annan, die Aktivitäten «terroristischer Gruppen» hätten zugenommen. Sie würden im gesamten Land häufiger töten und auch mehr Menschen entführen. Die syrische Führung erklärt seit Monaten, Terroristen schürten die Gewalt in Syrien.

In Syrien tobt seit etwa 14 Monaten ein Aufstand gegen die Regierung, bei dem nach Schätzungen der Uno mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen sind. (webs,reuters/sda)

 

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