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Donnerstag, 14.6.2012

Neue Kämpfe und Tote

Die Gewaltwelle in Syrien reisst nicht ab: Wieder seien dutzende Menschen ums Leben gekommen, so Regimegegner. Gekämpft werde auch mit schweren Waffen und Helikoptern.

In verschiedenen Städten des Landes sind Autobomben explodiert und haben Menschen getötet. (Keystone)

Karte: Syrien

Bei neuen Kämpfen in Syrien sind nach Angaben der Opposition mindestens zwölf Menschen getötet worden, darunter zehn Zivilisten. Regierungstruppen hätten erneut schwere Waffen eingesetzt, teilte das syrische Beobachtungszentrum für Menschenrechte weiter mit.

In der zentralen Provinz Homs seien bei Gefechten zwischen Aufständischen und Einheiten des Regimes sechs Zivilisten und ein Rebellenkämpfer ums Leben gekommen. In der Protesthochburg al-Rastan sei der lokale Rebellenführer Ahmed Bahbuh bei Angriffen getötet worden.

Es habe auch viele Verletzte gegeben, teilte das Beobachtungszentrum mit Sitz in London mit. Nach Angaben der Opposition setzte die Regierung Helikopter ein, die Kampfeinsätze in der Region flogen.

Autobomben explodiert
In der südlichen Provinz Daraa seien bei Angriffen der Regierungstruppen vor Morgengrauen fünf Menschen getötet worden, vier davon in der Region Tarik al-Sad.

In der nordwestlichen Stadt Idlib wurde an einem Kontrollposten der Armee eine Autobombe gezündet. Dabei habe es Opfer unter den Soldaten gegeben, teilte das Beobachtungszentrum weiter mit, ohne weitere Details zu nennen.

Nach Angaben der syrischen Staatsagentur Sana wurden zudem bei der Explosion einer Autobombe in der syrischen Hauptstadt Damaskus zwei Menschen verletzt. Die Detonation habe sich auf einem Parkplatz im Süden der Stadt ereignet. In dem Stadtteil befindet sich ein Mausoleum, das eine wichtige Pilgerstätte für Schiiten ist.

Abgeriegelt nach Explosion
Die Opposition meldete zwei Anschläge in Damaskus. Einer der Sprengsätze sei in der Nähe eines Waffenlagers explodiert, der zweite habe einem Hauptquartier der Sicherheitskräfte gegolten. Das Gebiet im Südosten der Stadt sei nach den Explosionen abgeriegelt worden, hiess es.

Im vor 15 Monaten begonnen Aufstand gegen das syrische Regime wurden nach Angaben der Opposition bisher mehr als 14'000 Menschen getötet. Damaskus bezeichnet die Rebellen als «terroristische Gruppen». (basn;mz, sda/dpa/afp)

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