Islamische Staaten isolieren Syrien
Die Herrscher der islamischen Länder machen sich für das Gruppenbild bereit. (Keystone)
Die islamische Welt distanziert sich zunehmend vom Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. Mit grossem Mehr beschlossen die islamischen Länder an einem Gipfel, Syriens Mitgliedschaft in der Organisation der Islamischen Kooperation (OIC) zu suspendieren.
Das war der Abschlusserklärung der OIC-Sitzung in der saudi-arabischen Stadt Mekka zu entnehmen. Der Verkündung des Beschlusses waren «hitzige Debatten hinter verschlossenen Türen» vorausgegangen, wie ein arabischer Diplomat sagte.
Ein Nein von Iran und Algerien
Iran und auch Algerien hätten sich strikt gegen den Beschluss ausgesprochen, hiess es weiter. Andere Länder wie Pakistan oder Kasachstan hätten verlangt, dass der bewaffneten Opposition eine Mitschuld an der blutigen Auseinandersetzung zugewiesen werden sollte.
Die Arabische Liga und die meisten der 57 OIC-Mitgliedstaaten hatten schon im November mit dem Regime Assad gebrochen. Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und die Türkei unterstützen die syrischen Rebellen.
Golfstaaten fordern zu Ausreise aus Libanon auf
Der Konflikt in Syrien wirkt sich zunehmend auf das Nachbarland Libanon aus. Angesichts von Drohungen gegen ihre Staatsbürger riefen die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien ihre Landsleute auf, das Land umgehend zu verlassen.
Die Botschaft der Emirate in Beirut habe Informationen über Drohungen gegen ihre Staatsbürger in Libanon erhalten, die «mit dem schwierigen politischen Kontext in Libanon» zusammenhingen, gab das Aussenministerium in Abu Dhabi bekannt.
Die katarische Botschaft in Beirut rief die Bürger des Landes auf, Libanon angesichts von Spannungen «umgehend» zu verlassen, wie die amtliche Nachrichtenagentur QNA berichtete. (luek;pet, sda/dpa/afp/reuters)
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