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Freitag, 17.8.2012

Erfahrener Krisenmanager

Lakhdar Brahimi ist bei den Vereinten Nationen der Mann für Krisen. In fast einem Dutzend Konflikten hat der Algerier schon vermittelt, von Haiti über den Kongo bis Afghanistan.

Nun soll Lakhdar Brahimi als Sonderbeauftragter den Konflikt in Syrien lösen. Ob dem 78-Jährigen gelingt, woran sein Vorgänger, Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan, scheiterte, ist allerdings fraglich.

In vielen Ländern aktiv
Bekannt wurde der Nordafrikaner 1994 in Südafrika, wo er als Chef der Uno-Mission die ersten fairen Wahlen mit organisierte. Von 1991 bis 1993 war Brahimi Aussenminister seines Heimatlandes. Es folgten Stationen in der ganzen Welt, etwa Liberia, Jemen, Kongo.

Im Jahr 2000 veröffentlichte er in deutlicher Sprache einen Bericht zu Uno-Friedensmissionen. Quintessenz: Die Bemühungen der Vereinten Nationen seien höchst ehrenvoll, oft sei die Wirkung aber gering.

Afghanistan und Irak
Besonders oft war Brahimi in Afghanistan. Unter den Taliban konnte er kaum etwas bewegen - er gab 1999 nach zwei Jahren auf. Doch nach dem Sturz der Taliban kehrte er 2002 zurück und war massgeblich am Aufbau neuer Strukturen in dem Land beteiligt. Nach Kabul folgte ein weiterer Krisenherd: 2004 und 2005 leitete er die Uno-Mission im Irak. (luek, dpa)

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