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Letztes Update: Dienstag, 28.8.2012

Präsident des syrischen Nationalrats in der Schweiz

Ein privater Besuch führt ihn in die Schweiz. Dennoch nutzt Professor Abdul-Baset Sieda die Gelegenheit, um für seine Anliegen zu werben. Er bittet die offizielle Schweiz um Hilfe: Der syrische Widerstand brauche viel internationale Unterstützung, um gegen das Assad-Regime eine Chance zu haben.

Abdulbaset Sieda. (Keystone)

Syrischer Oppositions-Chef mit unrealistischen Zielen

Abdulbaset Sieda, der Vorsitzende des syrischen Nationalrates, bat am Montagabend in Bern um Unterstützung. Doch der Chef der Dachorganisation des syrischen Widerstandes überzeugte nicht.

Beitrag aus Rendez-vous vom Dienstag, 28.8.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Von Redaktor Fredy Gsteiger

Nein, am Ziel sei man noch nicht. Das räumt Professor Abdulbaset Sieda ein. Niemand könne sagen, wann in Syrien endlich ein neues Kapitel aufgeschlagen werde, wann das Regime von Bashar al-Assad gestürzt werde. Bis es so weit sei, brauche die syrische Opposition, deren Dachverband Sieda vertritt, jede erdenkliche internationale Unterstützung. Im Aussenministerium in Bern hat er jetzt zwei Anliegen deponiert:

Die Schweiz möge doch medizinische Hilfe leisten, in den syrischen Flüchtlingslagern auf türkischem und auf jordanischem Boden. Vor allem schweren Problemfällen solle sie sich annehmen und sie, wo nötig, in die Schweiz überführen und hier behandeln.

Ausserdem hofft der Vorsitzende des syrischen Nationalrates, der seinen Hauptsitz im Exil hat, in Istanbul, dass die Schweiz grosszügig ihre Grenzen für Syrer öffnet. Er kenne und respektiere die Schweizer Asylgesetze und respektiere sie. Doch er bitte um Grosszügigkeit - die um so dringlicher sei, nachdem die Türkei gestern angekündigt hat, maximal 100'000 syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Es sind dort jetzt schon mehr als 80'000.

Vermittlungsbemühungen
Gemäss Siedas Worten haben nun Verhandlungen zwischen Bundesbern und seiner Organisation über die vorgebrachten Anliegen begonnen. Das Departement für auswärtige Angelegenheiten erklärt seinerseits, die Schweiz engagiere sich vor allem für Vermittlungsbemühungen.

Siedas befürchtet auch Luftangriffe auf die syrischen Flüchtlingslager in der Türkei und Jordanien. Deshalb fordert er, dass die Staatengemeinschaft dringend Flugverbotszonen einrichte und durchsetze, zumindest in den grenznahen Regionen Syriens. (lin;wedj)

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