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Mittwoch, 3.10.2012

Türkei beschiesst Ziele in Syrien

Nach dem Angriff der türkischen Armee auf Ziele in Syrien treffen sich die ständigen Nato-Botschafter in Brüssel zu einer Krisensitzung. Kurz zuvor hatte die türkische Armee Granaten nach Syrien geschossen – als Vergeltungsaktion auf einen syrischen Angriff.

Der türkische Regierungschefs Tayyip Erdogan hat die Vergeltungsaktion angeordnet. (Archiv Keystone)

Karte: Syrien

Diplomaten berichten, bei der Krisensitzung der ständigen Nato-Botschafter gehe es darum über den Artikel 4 des Nato-Vertrags zu beraten. Dieser sieht Beratungen vor, wenn eines der Mitglieder die Unversehrtheit seines Gebiets als bedroht ansieht.

Die türkischen Streitkräfte feuerten am Abend «auf Ziele entlang der Grenze, die mit Radar identifiziert» worden waren. Dies sei eine Vergeltungsaktion, hiess es aus dem Büro des türkischen Regierungschefs Tayyip Erdogan.

Durch den Granatenbeschuss des türkischen Grenzdorfs Akcakale waren eine Mutter und vier ihrer Kinder getötet worden. Zehn weitere Personen wurden verletzt.

In dem Dorf waren nach türkischen Angaben mindestens drei Granaten eingeschlagen. Akcakale liegt unmittelbar an der Grenze zu Syrien und nahe des lange umkämpften Grenzübergangs Tell Abjad, den syrische Rebellen nach zweitägigen Gefechten eingenommen hatten.

Bans Ratschlag nicht befolgt
Die Türkei hatte sich vor den Vergeltungsangriffen bei UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon über den syrischen Beschuss beschwert. Dieser hatte an die Türkei appelliert, die Kommunikation mit Syrien offen zu halten, um eine Verschärfung der Spannungen zu verhindern. (saua, sf)

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Dossier, Letztes Update: Dienstag, 4.12.2012

Syriens Regimegegner begehren auf

Seit 40 Jahren sitzt die Herrscherfamilie Assad in Syrien an den Schalthebeln der Macht. Doch nun wankt das Regime: Inspiriert von den Protesten in der arabischen Welt wenden sich seit Februar 2011 immer mehr Syrer gegen Präsident Assad. Das Regime schlägt mit grosser Härte zurück, es entbrennt ein Bürgerkrieg.


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