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  • Bürgerkrieg in Syrien
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Sonntag, 21.10.2012

Was erreicht der Vermittler in Syrien?

Der Uno-Sondervermittler Lakhdar Brahimi will für die Zeit des islamischen Opferfests einen Waffenstillstand in Syrien aushandeln. Beide Bürgerkriegsparteien befürworten seine Initiative – doch die Gewalt geht weiter.

Der syrische Präsident Bashar al-Assad schüttelt dem Uno-Vermittler Lakhdar Brahimi die Hand. (Reuters)

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Die Friedensbemühungen von Uno-Vermittler Brahimi sind in Syrien von blutigen Anschlägen überschattet worden. In Damaskus starben mindestens 13 Menschen bei der Explosion einer Autobombe im Christenviertel Bab Tuma. Auch in Aleppo explodierte eine Bombe.

Nur kurz vor der neuen Eskalation der Gewalt hatte sich Brahimi in Damaskus mit Präsident Bashar al-Assad getroffen. Der algerische Diplomat, der auch ein Vermittlermandat der arabischen Liga innehat, rief alle Parteien zu einer viertägigen Waffenruhe zum islamischen Opferfest auf, das am Freitag beginnt.

Brahimi appellierte an Regierung und Opposition, jeweils «einseitig» eine Unterbrechung der Gewalt zum Opferfest zu verkünden. Wenn jeder sich daran halte, sei dies am Ende genauso gut wie ein gemeinsamer Beschluss.

«Wir sind voller Hoffnung, dass das Opferfest ruhig, wenn auch nicht glücklich, sein wird», sagte Brahimi. Er kündigte für danach einen weiteren Besuch in Syrien an, um auf einen dauerhaften Waffenstillstand zu dringen. «Das syrische Volk erwartet mehr als eine nur wenige Tage währende Waffenruhe, und das ist auch sein Recht», erklärte Brahimi.

Assads Forderung
Das syrische Fernsehen berichtete, dass Assad Brahimis Initiative unterstütze und offen für eine politische Lösung sei, die die Integrität und Souveränität Syriens respektiere. Assad forderte erneut ein Ende der Waffenlieferungen an Aufständische. Dies sei der Schlüssel für eine politische Lösung des Konflikts, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Sana den Präsidenten.

Syrien beschuldigt insbesondere die Türkei für das Blutvergiessen verantwortlich zu sein, da es sunnitischen Rebellen Zuflucht gewähre.

Keine Gewalt mehr gegen Opposition
Vor dem Treffen mit Präsident Assad hatte sich Brahimi mit Vertretern des vom Regime geduldeten oppositionellen Nationalen Koordinationskomitees für Demokratischen Wandel getroffen. Der Vorsitzende der Organisation, Hassan Abdul Asim, begrüsste die Initiative des Syrien-Vermittlers von Uno und Arabischer Liga.

Ein Dialog in Syrien sei erst möglich, wenn das syrische Regime die Gewalt gegen die Opposition eingestellt und die Gefangenen freigelassen habe, stellte er klar.

Blutiger Anschlag
Die Gewalt dauerte derweil an. Bei dem Bombenanschlag in Damaskus habe es auch 29 Verletzte gegeben, berichtete Sana. Unter den Toten sei auch ein Polizist gewesen.

Der Anschlag ereignete sich im überwiegend von Christen bewohnten Viertel Bab Tuma am Rande der Altstadt, wie das Innenministerium erklärte. Sicherheitskräfte riegelten den Ort der Explosion ab. In Fernsehbildern waren Glassplitter auf der Strasse und ausgebrannte Autos zu sehen.

Bei der Explosion vor einem syrisch-französischen Spital in Aleppo seien Passanten verletzt worden. Am Wochenende kamen nach Angaben der Opposition landesweit mindestens 210 Menschen ums Leben.

Opferfest beginnt am Freitag
Die Feierlichkeiten zum islamischen Opferfest Eid al-Adha beginnen in Syrien am Freitag. Die Muslime erinnern an ihrem wichtigsten Feiertag mit rituellen Schlachtungen an die Bereitschaft Abrahams (arabisch: Ibrahim), seinen Sohn zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. (lin, sda/dpa/afp/Reuters/dapd)

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Dossier, Letztes Update: Dienstag, 4.12.2012

Syriens Regimegegner begehren auf

Seit 40 Jahren sitzt die Herrscherfamilie Assad in Syrien an den Schalthebeln der Macht. Doch nun wankt das Regime: Inspiriert von den Protesten in der arabischen Welt wenden sich seit Februar 2011 immer mehr Syrer gegen Präsident Assad. Das Regime schlägt mit grosser Härte zurück, es entbrennt ein Bürgerkrieg.


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