• Programm
  • Nachrichten
  • Über uns
  • SRF Shop
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Spiele
  • Themen
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Dossiers zu «Schweiz»
    • Kontroverse um neue Kampfjets
    • Der Einstieg in den Atomausstieg
    • Abstimmung vom 25. November
    • Schweiz sucht Wege in der Klima- und Energiepolitik
    • Abstimmung vom 23. September
    • Alle Dossiers
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop

Sie befinden sich auf einer archivierten Webseite von Schweizer Radio DRS.
Den aktuellen Webauftritt von Schweizer Radio und Fernsehen finden Sie auf www.srf.ch

  • Bankenregulierung
  • Audio
  • RSS-Feed

Donnerstag, 29.9.2011

«Too big to fail»-Vorlage unter Dach

Die Schweiz zieht bei Grossbanken, die im Konkursfall die ganze Volkswirtschaft in Mitleidenschaft ziehen, die Schraube definitiv an. Die eidgenössischen Räte haben bei der Revision des Bankengesetzes die letzten Differenzen ausgeräumt.
Ein Erfolg für Finanzministerin Widmer-Schlumpf

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf im Interview über die Verabschiedung der «Too big to fail»-Vorlage.

Hören

«Too big to fail»-Entscheid - der Kommentar

Die neuen Eigenmittel-Anforderungen an die Schweizer Grossbanken sind wichtig. Doch sie sind weniger streng als sie den Anschein machen. Ein Kommentar.

Hören

Mehr zum Thema
  • Dienstag, 11.12.2012: Banken irritieren mit eigener Weissgeldstrategie
  • Freitag, 16.12.2011: Fitch stuft auch die Credit Suisse herab
  • Freitag, 14.10.2011: Fitch senkt Rating der UBS
  • Donnerstag, 22.9.2011: Nationalrat gibt bei «Too big to fail» nach
  • Mittwoch, 21.9.2011: Ständerat gegen Eigenkapital-Rabatt für Grossbanken
Weltweit strengere Regeln

Alle systemrelevanten Banken sollen weltweit mehr hartes Eigenkapital vorhalten müssen als die 7 Prozent von Basel III. Der Basler Ausschuss der Bank für Inernationalen Zahlungsverkehr (BIZ) schlägt vor, dass der Zuschlag für die betroffenen 28 Institute 1 bis 2,5 Prozentpunkte betragen soll. Definitiv über den Vorschlag der BIZ entscheiden die G-20-Staaten bei ihrem nächsten Gipfeltreffen.

Die Grossbankenregulierung ist unter Dach: Sowohl der National- wie auch der Ständerat haben der «Too big to fail»-Vorlage zugestimmt. Bis zuletzt umstritten war, ob das Parlament die Ausführungsverordnung zum revidierten Bankengesetz absegnen soll und wie stark Anleihen steuerlich begünstigt werden sollen. Deshalb musste die Einigungskonferenz eine Lösung zwischen den Räten suchen.

Die Räte hiessen nun stillschweigend den Vorschlag der Einigungskonferenz gut: Der Bundesrat muss die Verordnung dem Parlament vorlegen, in der die genauen Regeln zur Bemessung der Eigenmittelanforderungen an Grossbanken festgelegt sind. Damit setzte sich in dieser Frage der Nationalrat durch.

Keine weiteren Steuerentlastungen für Anleihen
Hingegen beugte sich die grosse der kleinen Kammer in der zweiten strittigen Frage: So sollen Pflichtwandelanleihen steuerlich nicht stärker entlastet werden, als der Bundesrat vorgeschlagen hatte. Damit werden diese sogenannten CoCo-Bonds nur von der Emissionsabgabe befreit. Auf den Zinsen muss weiterhin die Verrechnungssteuer bezahlt werden.

Mit dem Verzicht auf die Emissionsgabe wollen Bundesrat und Parlament die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die betroffenen Grossbanken den neuen Eigenmittelvorschriften gerecht werden können.

Mehr Eigenkapital
Neu sollen systemrelevante Grossbanken ihre risikogewichteten Aktiven künftig mit gesamthaft bis zu 19 Prozent Eigenkapital unterlegen. Bundesrat und Parlament folgten damit der Empfehlung der Expertenkommission, die der Bundesrat eingesetzt hatte, nachdem der Bund und die Nationalbank im Herbst 2008 der UBS hatten unter die Arme greifen müssen.

Zehn Prozent davon sollen die Grossbanken in «hartem» Eigenkapital halten, das heisst etwa in einbezahltem Eigenkapital oder in Gewinnvorträgen. Die restlichen 9 Prozent dürfen sie über Wandelkapital aufbauen. Solche Pflichtwandelanleihen oder CoCo-Bonds gelten als Fremdkapital. Im Krisenfall müssten diese in Eigenkapital umgewandelt werden.

Höhere Anforderungen als Basel III
Mit diesen Sätzen stellt die Schweiz an ihre systemrelevanten Grossbanken höhere Eigenmittelanforderungen als andere Finanzplätze. Gemäss dem internationalen Regulierungsstandard Basel III liegt die Gesamteigenkapitalquote bei 10,5 Prozent, das Erfordernis nach «hartem» Eigenkapital nur bei 7 Prozent.

Wegen den schärferen Anforderungen sahen Vertreter der SVP und der FDP die Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Banken in Gefahr. Ihre Versuche scheiterten jedoch, Möglichkeiten zur Aufweichung dieser Sätze in die Vorlage einzubauen.

Die Konkurrenzsituation der Finanzplätze soll der Bundesrat aber nicht aus den Augen verlieren. Das Parlament beauftragte die Regierung, spätestens 3 Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes und danach jeweils innert 2 Jahren Berichte vorzulegen, wie sich das internationale Umfeld entwickelt.

Bundesrat setzt sich durch
Insgesamt folgte das Parlament grossmehrheitlich den Vorschlägen des Bundesrats. Als systemrelevant gelten Banken, wenn deren Ausfall die gesamte Volkswirtschaft erheblich schädigen würde. Die Nationalbank bestimmt, auf welche Banken dies zutrifft. Zurzeit entsprechen die UBS und die CS den Kriterien.

Neben den höheren Eigenmitteldecken müssen diese Banken auch organisatorische Vorkehrungen treffen, um im Insolvenzfall systemrelevante Funktionen - etwa das inländische Einlagen- und Kreditgeschäft oder den Zahlungsverkehr - weiterführen zu können.

Muss eine systemrelevante Bank trotz Einhaltung all dieser Vorschriften vom Bund direkt oder indirekt finanziell unterstützt werden, darf der Bundesrat künftig in die Lohnpolitik der betroffenen Bank eingreifen. Insbesondere kann er Boni kürzen oder verbieten. (fors, sda)

Beitrag weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

«Too big to fail» soll der Vergangenheit angehören. (Thomas Oberer, 29.9.2011)
Hören (2:13)

Basel III: Bankenregeln

Strengere Vorgaben für Schweizer Banken

Dossier: Die neuen Bankenregeln


Verantwortlich für diesen Beitrag:

news.online


Mehr zu den Stichwörtern:

  • Bankenregulierung Schweiz
  • Session

Schnellsuche:
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SRF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft