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Samstag, 26.5.2012

Parlament in Kabul billigt Partnerschaft mit USA

20 Monate wurde über das historische Partnerschaftsabkommen zwischen Afghanistan und den USA verhandelt. Nach den beiden Präsidenten hat nun auch das afghanische Parlament zugestimmt.
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Das Parlament in Kabul hat das Abkommen über eine strategische Partnerschaft mit den USA mit Mehrheit gebilligt. US-Präsident Barack Obama und der afghanische Präsident Hamid Karzai hatten das Papier bereits Anfang des Monats unterzeichnet. Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern nach dem geplanten Abzug der internationalen Truppen im Jahr 2014 für zehn Jahre.

Einmischung von Iran und Pakistan?
«Wir haben abgestimmt und das Dokument gebilligt», sagte die Abgeordnete Shakiba Hashimi. «Wir und die Menschen in Afghanistan waren frustriert wegen der Einmischung aus Pakistan und dem Iran in unsere nationalen Angelegenheiten. Also haben wir entschieden, es zu billigen.» Ein anderer Abgeordneter nannte das Abkommen dagegen «mysteriös und mehrdeutig».

Lokale Medien hatten in den vergangenen Wochen berichtet, dass Vertreter aus Pakistan und dem Iran versucht hätten, Einfluss auf afghanische Politiker zu nehmen und sie dazu zu bringen, das Abkommen abzulehnen. Sowohl der Iran als auch Pakistan wiesen die Berichte zurück.

US-Soldaten bleiben vor Ort
Das Abkommen sieht vor, auch nach dem offiziellen Abzug weiter US-Soldaten am Hindukusch zu belassen. Dies ist nach Angaben der US-Regierung auch wichtig, um die «Überbleibsel» des Terrornetzwerkes al-Qaida in dem Land zu bekämpfen. Konkrete Truppenstärken werden nicht genannt. Auch die Höhe der finanziellen Unterstützung an Afghanistan blieb offen. (luek, dpa)

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Dossier, Letztes Update: Mittwoch, 10.10.2012

Afghanistan: Krisenherd am Hindukusch

In Afghanistan haben die USA und weitere Nato-Staaten auch zehn Jahre nach der US-Invasion noch zehntausende Soldaten stationiert. Trotzdem ist es den Friedenstruppen bisher nicht gelungen, das Land zu stabilisieren. Afghanistan gehört immer noch zu den zehn ärmsten Ländern der Welt, Gewalt und Taliban-Angriffe ebben nicht ab.


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