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Freitag, 26.10.2012

Blutiger Beginn des Opferfestes

Ein Selbstmordattentäter hat in einer afghanischen Moschee zum Beginn des Opferfestes mehr als 40 Menschen in den Tod gerissen. Viele weitere wurden verletzt. Präsident Karzai rief die Taliban zum Frieden auf.

Gläubige versammeln sich zum Opferfest Eid al-Adha. (Keystone)

Karte: Die Provinzen Afghanistans
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Am ersten Tag des islamischen Opferfestes hat ein Selbstmordattentäter in einer afghanischen Moschee ein Blutbad angerichtet und mindestens 41 Menschen mit in den Tod gerissen. 50 Menschen seien bei der Explosion im grössten Gotteshaus der Provinzhauptstadt Meimane im Nordwesten des Landes verletzt worden, teilten die Provinzbehörden mit. Unter den Verletzten befinde sich auch der Polizeichef der Provinz Faryab.

Bombe zu Beginn des Opferfests
Der Anschlag fand während eines Gebets zu Beginn des islamischen Opferfests Eid al-Adha statt. Der Attentäter habe eine Polizeiuniform getragen. Er habe seine Bombenweste in der Moschee gezündet, als die Menschen nach Ende der Gebete aus dem Gebäude strömten. Die meisten der Getöteten seien Zivilisten gewesen, darunter auch einige Kinder, meldeten die Provinzbehörden. Zum Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Karzai will Taliban einbinden
Präsident Hamid Karzai verurteilte den Anschlag. Er rief die Taliban in seiner Rede an die Nation auf, das Töten zu beenden. Sie sollten nicht weiter Moscheen, Spitäler und Schulen zerstören. Zugleich bekräftigte er sein Angebot an die gemässigten Kräfte der Taliban, sich der afghanischen Regierung anzuschliessen.

Eid al-Adha, einer der wichtigsten islamischen Festtage
Muslime versammeln sich am ersten Morgen des Opferfestes in Moscheen zu einem besonderen Festgebet. Eid al-Adha gilt als das wichtigste islamische Fest. Es wird am Ende der Haj, der Wallfahrt nach Mekka, von allen Pilgern sowie allen Gläubigen in der islamischen Welt gefeiert. (mz, sda/dpa)

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Dossier, Letztes Update: Mittwoch, 10.10.2012

Afghanistan: Krisenherd am Hindukusch

In Afghanistan haben die USA und weitere Nato-Staaten auch zehn Jahre nach der US-Invasion noch zehntausende Soldaten stationiert. Trotzdem ist es den Friedenstruppen bisher nicht gelungen, das Land zu stabilisieren. Afghanistan gehört immer noch zu den zehn ärmsten Ländern der Welt, Gewalt und Taliban-Angriffe ebben nicht ab.


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