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  • Euro-Schuldenkrise
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Dienstag, 6.12.2011

Ratingagentur S&P nimmt Euro-Staaten ins Visier

Standard & Poor's holt zum Rundumschlag in Europa aus: Die mächtige US-Ratingagentur droht den Euro-Ländern mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Auch der Euro-Rettungsfonds EFSF wird unter Beobachtung genommen.

Büros von S&P in New York. (Keystone)

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Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat mehreren Euro-Ländern wegen der Schuldenkrise mit einer Herabsetzung ihrer Bonität gedroht.

Betroffen sind insgesamt 15 der 17 Euro-Staaten, ausgenommen sind einzig Zypern und Griechenland: Zypern steht bereits unter besonderer Beobachtung, und griechische Bonds werden von S&P längst mit CC bewertet - was auf eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls in näherer Zukunft verweist.

Besorgniserregende Entwicklung
Den Entscheid teilte die Agentur am späten Montagabend mit. S&P begründete den Schritt mit einer besorgniserregenden Entwicklung in der von der Schuldenkrise gebeutelten Euro-Zone.

In den vergangenen Wochen habe der Druck auf die Kreditwürdigkeit des gesamten Währungsraums zugenommen. Die Agentur bescheinigte der Politik anhaltende Unstimmigkeiten darüber, wie mit der Krise umgegangen werden soll.

Überprüfung nach dem EU-Gipfel
S&P kündigte an, die Überprüfung nach dem EU-Gipfel am kommenden Freitag so schnell wie möglich abzuschliessen. Ein negativer Ausblick bedeutet, dass die Agentur ihre aktuelle Bewertung von Staatsanleihen überprüft und in weniger als drei Monaten über eine Herabstufung entscheidet.

Staaten mit guter Bonitätsnote können sich in der Regel zu besseren Konditionen Geld von Investoren leihen als Länder mit einer schlechteren Note. So spart Deutschland etwa im Vergleich zu Italien jedes Jahr Milliardenbeträge wegen niedrigerer Zinsen.

Auch der Euro-Rettungsfonds gerät unter Druck
Nur wenige Stunden später sprach S&P auch gegenüber dem Euro-Rettungsfonds EFSF eine Warnung aus: Das «AAA»-Toprating für Anleihen des EFSF werde unter verschärfte Beobachtung genommen, teilte die Agentur am Dienstag mit.

Der Rettungsfonds könnte die bisherige Topbonität verlieren, falls ein bisher mit Bestnote versehenes Mitgliedsstaat der Eurozone herabgestuft werden sollte. Dabei könnte die Kreditbewertung des EFSF um ein bis zwei Stufen gesenkt werden, hiess es weiter in der Mitteilung. (inap, sda/dpa/reuters)

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Für einige Experten ist die Aktion von Standard & Poors ungerechtfertigt. (Susanne Giger, 6.12.2011)
Hören (3:50)

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Wegen der immensen Staatsschulden einiger europäischer Länder steht die Gemeinschaftswährung Euro massiv unter Druck. Trotz eines Billionen-Rettungsschirms für Defizitsünder ist der Euro noch immer nicht über den Berg.  Mehr


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