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Freitag, 11.5.2012

Schäuble relativiert möglichen Austritt Griechenlands

Die Euro-Zone würde nach der Überzeugung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro-Raum verkraften. In einem Zeitungsinterview sagte Schäuble, die Euro-Staaten hätten in den letzten zwei Jahren viel gelernt und Schutzmechanismen eingebaut.

Wolgang Schäuble. (Keystone)

Die Euro-Zone ist nach Auffassung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble heute widerstandsfähiger als vor zwei Jahren. Sie würde ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro-Raum notfalls verkraften.

«Wir haben in den letzten zwei Jahren viel gelernt und Schutzmechanismen eingebaut. Die Ansteckungsgefahren für andere Länder der Eurozone sind geringer geworden und die Eurozone ist insgesamt widerstandsfähiger geworden», sagte Schäuble der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post».

«Die Vorstellung, dass wir nicht in der Lage wären, kurzfristig auf etwas Unvorhergesehenes zu reagieren, ist falsch», sagte der CDU-Politiker. «Europa geht so schnell nicht unter», so Schäuble.

«Wir haben gemacht, was möglich ist»
«Die Staaten Europas und die privaten Gläubiger sind Griechenland schon aussergewöhnlich weit entgegen gekommen. Wir haben gemacht, was möglich ist», so Schäuble.

Griechenland müsse «verstehen, dass es im Gegenzug seine Verpflichtungen erfüllen muss.» Es sei «gefährlich, den Bürgern vorzugaukeln, es gäbe einen anderen, einfacheren Weg, auf dem Griechenland gesunden könnte und alle Härten vermieden würden. Das ist Unsinn.» (mz;basn, dpa)

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