Euphorie an den Börsen verpufft
Kursanzeige in Tokio: In Fernost und in Europa reagierten die Börsen am Montag mit Kurssprüngen auf die Nachrichten aus Spanien. (Reuters)
Wie gewonnen, so zerronnen: Die geplanten Hilfen für spanische Banken haben am Rentenmarkt nur vorübergehend für Entspannung gesorgt. «Der Rettungsantrag war wie eine Beruhigungspille, die aber nur bis zum Mittag gewirkt hat», sagte ein Händler.
Die Kurse der zehnjährigen Papiere Spaniens und Italiens rutschten am Montag nach einem kurzen Erholungsmoment wieder ab, im Gegenzug stiegen die Renditen.
Auch die Gemeinschaftswährung Euro grenzte ihre Gewinne ein und notierte nur noch bei 1,2543 Dollar. Im Handelsverlauf war der Euro zeitweise bis auf 1,2668 Dollar gestiegen.
Steigende Schulden - sinkende Bruttoinlandprodukte
Experten zufolge dürfte der Jubel allerdings nicht von Dauer sein. Die Probleme Spaniens dürften mit Milliardenhilfen für die Banken nicht gelöst sein.
Mit den Notkrediten steigt die Verschuldung Spaniens. Die Auswirkungen auf das spanische Haushaltsdefizit seien noch nicht zu beziffern, sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn. Die Folgen würden nun vom Europäischen Statistikamt Eurostat geschätzt.
Ausserdem schlagen die drastischen Sparprogramme in den Euro-Schuldenstaaten immer stärker auf die Konjunktur durch. Dem Euro-Raum droht in diesem Jahr eine Rezession. (ank;bat, sda/reuters)
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