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Montag, 25.6.2012

Designierter griechischer Finanzminister tritt zurück

Der designierte griechische Finanzminister Vasilios Rapanos wird das Amt nicht antreten. Seine gesundheitlichen Probleme seien nicht überwunden und er könne seine Aufgabe so nicht erfüllen, begründete er im Rücktrittsschreiben.

Vasilios Rapanos. (Keystone Archiv)

Kaum gewählt, ist er auch schon wieder weg. Der designierte griechische Finanzminister Vasilios Rapanos wird sein Amt nicht antreten. «Der Rücktritt wurde angenommen», teilte das Büro des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras mit.

Rapanos war am Freitag in Ohnmacht gefallen und wurde seitdem in einem Krankenhaus behandelt. Wer in der neuen Regierung nun das Finanzressort übernehmen soll, blieb zunächst unklar.

Gesundheitliche Probleme
In seinem Rücktrittsgesuch schrieb Rapanos, sein Gesundheitsproblem sei nicht überwunden. Sein Zustand erlaube ihm nicht, seine Aufgaben zu erfüllen. Er bedaure sehr, dass er das Angebot, Finanzminister zu werden ablehnen müsse, hiess es in dem Rücktrittsschreiben, das der Nachrichtenagentur dpa vorlag.

Rapanos chronisches Gesundheitsproblem war in Athen bekannt. Seit Tagen gab es aber auch Gerüchte, wonach er auch unzufrieden mit der Zusammensetzung des Teams sei, das ihm bei seinen Aufgaben helfen sollte.

Rapanos wollte demnach lieber ihm vertraute Technokraten im Finanzministerium sehen, als Politiker. Dies sei ihm jedoch verweigert worden. Aus offiziellen Quellen wurden diese Gerüchte nicht kommentiert.

Interimsminister Zanias an EU-Gipfel
Das Finanzressort wird indes weiterhin vom bisherigen Interimsminister Giorgos Zanias geführt. Er ist ein erfahrener Funktionär und hatte bei allen Verhandlungen über die Probleme Griechenlands teilgenommen.

Zanias reist als Mitglied der griechischen Delegation auch zum EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel. (basn, dpa)

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