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Dienstag, 26.6.2012

Spanien und Italien zahlen viel für frisches Geld

Das Euro-Krisenland Spanien hat sich nur zu stark erhöhten Zinsen frisches Geld von Investoren beschaffen können. Auch Italien hat weiter grosse Mühe bei der Beschaffung liquider Mittel an den Finanzmärkten.

Italien zahlt viel für frisches Geld. (Archiv Keystone)

Spanien und Italien müssen für frisches Geld tief in die Tasche greifen. Investoren verlangen immer höhere Zinsen für frisches Geld. So sprangen die Zinsen für die nur kurze Zeit laufenden spanischen Schuldenpapiere deutlich in die Höhe: Für dreimonatige Anleihen zahlte Spanien 2,36 Prozent - mehr als dreimal so viel wie bei der vorhergehenden Anleihenausgabe Mitte Mai.

Für sechsmonatige Schuldpapiere muss Spanien 3,23 Prozent Zinsen zahlen, das ist fast doppelt so viel. Insgesamt nahm Spanien 3,077 Milliarden Euro an den Finanzmärkten auf.

Tiefgreifende Reformen
Italien nahm 3,9 Milliarden Euro neue Schulden auf - und verfehlte damit sein Ziel, vier Milliarden Euro aufzunehmen. Für die bis 2014 laufenden Anleihen muss das Land 4,71 Prozent Zinsen zahlen, wie die italienische Notenbank mitteilte. Am 28. Mai hatte das Land noch Schuldpapiere für 4,03 Prozent ausgegeben.

Noch diese Woche wollen sich die EU-Staats- und Regierungschefs treffen. In Brüssel wollen sei eine tiefgreifende Reform der Euro-Währungsunion auf den Weg bringen. Das kündigte Gipfelchef Herman Van Rompuy an. (fors, sda/dpa)

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