Merkollande wollen den Euro schützen
Zusammenhalten für den Euro: Die deutsch-französische Demonstration treibt die Börsen. (Reuters Archiv)
Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande haben sich demonstrativ zum Euro bekannt. Nach telefonischer Absprache ließen sie in Berlin und Paris eine gemeinsame Erklärung verbreiten. Darin heißt es, Deutschland und Frankreich seien entschlossen, alles zu tun, um die Eurozone zu schützen. Ihrer Integrität seien sie zutiefst verpflichtet. Allerdings müssten dazu auch alle Mitgliedsstaaten und Institutionen ihren Beitrag leisten.
Hoffnung auf Hilfe treibt Börsen
Die Bekenntnisse der Politik zum Euro haben die europäischen Aktienmärkte positiv beeinflusst: Die Börse in Madrid schloss fast vier Prozent im Plus. Im Mailand notierte die Börse rund drei Prozent höher als am Vortag. Der europäische Aktienindex Eurostoxx 50 gewann über zwei Prozent. Der italienische Staat konnte zu einem relativ günstigen Zinssatz Geld aufnehmen. Italien musste für seine kurzfristigen Staatsanleihen 2,5 Prozent bezahlen. Im Juni waren es fast 3 Prozent gewesen.
Nichts Neues aus Athen
In Athen setzten die Geldgeber ihre Kontrollen fort. Ein Treffen der Troika von EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras ging ohne konkrete Ergebnisse zu Ende.
Die Gespräche drehten sich um das neue Sparpaket über 11,5 Milliarden Euro, das die Geldgeber fordern. Eckpunkte des Sparpakets sehen nach bisherigen Informationen zusätzliche Kürzungen bei den Renten und im Gesundheitsbereich vor. Zudem sollen Löhne von Angestellten staatlich kontrollierter Betriebe drastisch reduziert werden.
Athen strebt an, die Umsetzung des Sparpakets um zwei Jahre und damit mindestens bis Ende 2015 zu strecken. Anfang September wollen die Kontrolleure der Troika wiederkommen und die Fortschritte beim Sparpaket und den Privatisierungen endgültig bewerten. Athen ist in Rückstand geraten, weil während des Dauer-Wahlkampfs im Frühjahr fast alle Reform- und Sparvorhaben liegen geblieben sind.(smus, reuters/dpa)
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